Oldenburg: Angeklagter im Doppelmordprozess schweigt
oldenburg/ goldenstedt - Mit einem Küchenmesser soll ein 58-Jähriger seine Tochter und ihren Ehemann ermordet haben, weil diese heimlich geheiratet hatten. Für das blutige Verbrechen im Oktober 2003 muss sich der aus Pakistan stammende Mann seit Freitag vor dem Landgericht Oldenburg verantworten.
„Der Angeklagte fühlte sich aufgrund seiner religiösen Überzeugung durch die Heirat seiner Tochter zu tiefst in seiner Ehre verletzt und fasste den Beschluss, die beiden zu töten“, sagte der Staatsanwalt bei der Anklageverlesung. Der Mann lud demnach das Paar in seine Wohnung in Goldenstedt (Kreis Vechta) ein und tötete es dort.
Der Angeklagte wollte sich zu den Vorwürfen am ersten Prozesstag nicht äußern. Er war nach der Tat nach Pakistan geflüchtet. Die Behörden hatten ihn erst im August 2011 ausgeliefert. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Nach den Kenntnissen der Anklagebehörde ist es die erste Auslieferung eines Verdächtigen nach Deutschland überhaupt, da es kein entsprechendes Abkommen mit Pakistan gibt.
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