APEN, 23. Februar 2012


„Einmalige“ Arbeit wird geleistet

Gemeinde Lars Kock und Daniel Schmerdtmann erstellen Aper Eröffnungsbilanz


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Bereiten die Eröffnungsbilanz der Gemeinde Apen vor (von links): Die Rathausmitarbeiter Lars Kock und Daniel Schmerdtmann wälzen momentan eifrig Akten und Ordner. BILD: Sebastian Kelm  Bild vergrößern

Mit den beiden wurde im Rathaus ein recht junges Team für diese Aufgabe auserkoren. Sie sehen darin einen Vorteil.

von Sebastian Kelm

Apen - „Es macht uns natürlich schon stolz, mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe betraut zu sein“, sind sich Lars Kock und Daniel Schmerdtmann einig. Und es ist eine „einmalige“ Arbeit, die die beiden Angestellten der Aper Gemeindeverwaltung momentan leisten: Sie erstellen die Eröffnungsbilanz, die das gesamte Vermögensbild der Kommune zeigen soll. Diese neue Vorgabe des Gesetzgebers nach den Richtlinien der Doppelten Buchführung in Konten (Doppik) umzusetzen, ist nicht nur aufwendig, es handelt sich dabei vor allem um einen Vorgang, der so bald nicht wiederholt wird. „Das Besondere daran ist gerade, dass das in dieser Form nur ein einziges Mal gemacht werden soll“, weiß Kock.

Der 28-Jährige ist extra vom Bauamt in die Kämmerei „abbeordert“ worden, um sich voll und ganz der Eröffnungsbilanz widmen zu können. Kollege Schmerdtmann (25) wendet zudem etwa die Hälfte seiner Arbeitszeit dafür auf. „Nebenbei muss ich mich schließlich auch noch um das übliche Tagesgeschäft kümmern“, sagt er.


Von Anfang an so gelernt
Mit ihnen hat die Gemeinde Apen zwei auffallend junge Mitarbeiter für die Aufgabe auserkoren. „Unser Vorteil ist, dass wir nicht so sehr an die alte Kameralistik gewohnt sind, denn die soll durch die Eröffnungsbilanz ja endgültig abgelöst werden“, erklärt Lars Kock. „Es sollen nun kaufmännische Grundsätze angewandt werden, die wir gleich von Anfang an gelernt haben.“

Seit Mitte Dezember wird im Aper Rathaus intensiv an der Eröffnungsbilanz gearbeitet, Mitte 2013 soll das fertige Werk dem Landkreis zwecks Genehmigung vorgelegt werden können. „Wir sind zuversichtlich, dass wir den Termin werden halten können – obwohl doch mehr zu tun ist, als ich anfangs gedacht hätte“, so Kock.

Tausende Rechnungsbelege werden aktuell gewälzt. Was an sich noch nicht weiter schlimm wäre, würden sich diese nicht ausgerechnet auf dem Dachboden des Rathauses befinden. „Da ist es momentan richtig kalt“, klagt Daniel Schmerdtmann.


Stöbern in Archiven
So komme aber manch interessante Entdeckung zutage. „Ich interessiere mich sehr für die Aper Geschichte. Von daher kann es echt spannend sein, auf was für alte Dokumente man beim Stöbern in den Archiven stößt“, erzählt Lars Kock.

Der Posten „Fuhrpark“ sei bereits abgeschlossen, kann er vermelden, in Sachen „Gebäude“ wäre man schon sehr weit. Aktuell wendet sich das „Doppik-Duo“ verstärkt den Straßen zu. Insgesamt 320 nennt die Gemeinde ihr Eigen. „Zu fast allen muss eine eigene Akte angelegt werden“, sagt Kock – der sich hier aber in seinem Fachgebiet bewegen kann, immerhin war er im Bauamt jahrelang für eben diesen Bereich zuständig.

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Einige Überstunden haben die beiden schon angesammelt, viele weitere dürften noch hinzukommen. An Unterstützung mangelt es indes nicht. „Alle im Rathaus tragen ihren Teil dazu bei“, loben sie wiederum unisono. Und auch in einem weiteren Punkt sind sie ganz einer Meinung: „Wenn wir fertig sind, wird ordentlich gefeiert.“






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