BAD ZWISCHENAHN, 21. November 2009


Wasserturm wird Leuchtturm

ILLUMINATION Baudenkmal soll bereits zu den Lichterwochen „erstrahlen“


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Der Zwischenahner Wasserturm soll schon während der Lichterwochen angestrahlt werden. BILD: RÜDIGER WOLF  Bild vergrößern

AUS SÜDLICHER UND NÖRDLICHER RICHTUNG WIRD DER TURM ANGESTRAHLT. DER BACKSTEINARCHITEKT FRITZ HÖGER HATTE DEN TURM ENTWORFEN.

VON OTTO RENKEN

Bad Zwischenahn - Ein unter Denkmalschutz stehender Zweckbau erstrahlt in Kürze in neuem Licht: Der Wasserturm, von dem berühmten Backsteinbaumeister Fritz Höger geplant und 1937/1938 eingeweiht, wird in der dunklen Jahreszeit aus südlicher und nördlicher Richtung angestrahlt und möglichst schon vom ersten Adventswochenende an die Zwischenahner Lichterwochen als „Leuchtturm“ bereichern.

Die Idee, den Wasserturm zu illuminieren, war nach Angaben von Klaus Wolf, Vorsitzender des Gewerbe- und Handelsvereins (GHZ), bereits vor drei Jahren im „Runden Tisch“ in Bad Zwischenahn geboren worden. Damals sei eine Realisierung jedoch an den zu hohen Kosten gescheitert.,

Jetzt wurde ein neuer Versuch gestartet. Die GHZ-Idee, den Wasserturm mehrfarbig zu illuminieren, stieß nicht auf allgemeines Wohlwollen. Wohl aber der Gedanke, dieses markante Bauwerk eines berühmten deutschen Baumeisters mit Hilfe von Licht stärker in den öffentlichen Blickpunkt zu rücken. Nach einem Ortstermin mit Demonstrationsbeleuchtung steht nun fest: Der Wasserturm wird aus Nord und Süd beleuchtet, die Kosten von rund 4000 Euro teilen sich laut Wolf der GHZ, Hotel- und Gaststättenverband, Gäste- und Touristikverein, Verein der Kunstfreunde, Heimatverein, Reederei Ekkenga und die Touristik GmbH.

Die Tatsache, dass ein solch renommierte Architekt wie Fritz Höger 1937 den Auftrag erhielt, einen Wasserturm „im Dorf“ Zwischenahn zu planen, haben Zeitzeugen stets damit erklärt, dass dieser Wasserturm als Teil des Gemeindewasserwerks „größeren Zielen“ diente: Ältere Zwischenahner berichteten, dass das Wasserwerk damals „für den Flugplatz Rostrup“ gebaut worden sei.

Fritz Höger (1877-1949), gilt als einer der führenden Vertreter des norddeutschen Klinker-Expressionismus. Aus seiner Feder stammen das Anzeiger-Hochhaus in Hannover, das Chile-Haus in Hamburg und unzählige Verwaltungs- und Industriegebäude, Wohnhäuser oder auch Kirchen. Auch das Rathaus in Wilhelmshaven hat er entworfen.

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Nachdem der Verwaltungsausschuss des Gemeinderates dem Vorhaben am vergangenen Dienstag „Grünes Licht“ gegeben hatte, ist das Bauamt derzeit dabei, die Illumination noch rechtzeitig zum ersten Adventswochenende installiert zu bekommen.




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