BAD ZWISCHENAHN, 29. Juli 2010


Pointierte Wortspielereien begeistern

Kabarett „Witzig-philosophische One-Man-Show“ als Verkaufs-Lehrstunde


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Top-Verkäufer BILD: helmut hogelücht  Bild vergrößern

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Bad Zwischenahn - Eine „Lehrstunde“ zum Thema Kaufen und Verkaufen erteilte der Aachener Kabarettist Hans Georgi als „Spitzenverkäufer Heinrich Top“ in der Bad Zwischenahner Wandelhalle.

In der Veranstaltung des Vereins der Kunstfreunde nahm er jede erdenkliche Facette des alltäglichen Geschäftsgebarens äußerst satirisch auf die Schippe und erläuterte mit pointierten Wortspielereien die Verkaufstricks bei Kaffeefahrten sowie deren Abwehrtechniken.

Alle wollten nur das Beste, nämlich das Geld ihrer Kunden, hob er hervor. Zu kurz kamen nicht die Werbeagenten und effektsüchtige Manager. Vertreter wollten verkaufen, Dienstleistungsvertreter ihre Dienstleistungen, Vertreter ihre Waren. Es gäbe auch Volksvertreter, stellte er fest – und „die selbstzufriedenen Politiker“ erhielten ihre satirische Abreibung.

So erläuterte er in seiner knapp zweistündigen Vorlesung, dass auch Politiker Anspruch auf eine Resozialisierung hätten. Leider sei kürzlich der „Bewährungshelfer der Banken, der nette Herr Köhler“, aus dem Bundespräsidialamt abhanden gekommen. Zur Truppenmotivierung schlug er vor, Sarah Connor, „das singende Pony aus Delmenhorst“ als „Marilyn Monroe für Arme“ nach Afghanistan zu entsenden.

Verkaufen ließe sich alles, verkündete er, dafür müsse man aber unterschiedliche Strategien für unterschiedliche Kunden entwerfen. Schutzschirme mit Aufdruck „Angie Help“ für Kleinanleger seien bereits der Verkaufshit.

Sein Vortrag, eingebettet in Lieder und Balladen, die er teils mit der Handharmonika untermalte, war wortwitzig, dabei eindeutig zweideutig. Das Zwischenahner Publikum begleitete diese „witzig-philosophischen One-Man-Show“ begeistert.

Ein freieres Auftreten und weniger Ablesen hätte jedoch noch mehr Spritzigkeit in den Kabarett-Abend gebracht, bemängelten einige Anwesende.

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