Spielerisch Angst vor Notfällen nehmen
Kursus Das Deutsche Rote Kreuz bringt Christophorus-Grundschülern Erste Hilfe bei
Begutachten aus dem Hintergrund: DRK-Ausbilderin Heike Lübbers und Schulleiter Philipp Linnemann BILD: HELMUT HOGELÜCHT 
von Helmut HogelÜcht
Rostrup - In den Schulen, aber auch zu Hause, kommt es fast täglich zu Unfällen. Glücklicherweise sind es oft nur kleinere Verletzungen, die keinen Arztbesuch erfordern, aber trotzdem versorgt werden müssen. Doch erste Hilfe muss gelernt werden, damit in einem Notfall richtig gehandelt wird.
Dass bereits Grundschüler lernen können, verletzten Personen zu helfen, zeigt sich in diesen Wochen in der Christophorus Grundschule in Rostrup. Während einer Lehrerfortbildung Anfang des Jahres lernte Schulleiter Philipp Linnemann Erste-Hilfe-Ausbilder kennen und „verpflichtete“ diese für Ausbildungsmaßnahmen an seiner Schule. Die Klassen 2 bis 4 werden derzeit von Heike Lübbers, Ausbilderin in Erster Hilfe des Ammerländer Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes, in acht Unterrichtsstunden spielerisch und kindgerecht an die Themen „Hilfsbereitschaft“ und „Erste Hilfe“ herangeführt. Eingeübt werden unter ihrer Leitung alle Grundbegriffe sowie einfache Maßnahmen der Ersten Hilfe, die nötig sind, um Menschenleben zu retten und Menschen in Notsituationen zu helfen. So hat die Ausbilderin in diesem Unterricht die wichtigsten Bereiche der ersten Hilfe einschließlich des Absetzens eines Notrufes besprochen und viele praktische Übungen mit den Kindern durchgeführt. Auch lernten die jungen Ersthelfer, dass auch Trösten der verletzten Person eine Hilfeleistung ist.
Mit dem Lehrgang sollten die Kinder frühzeitig für den Bereich Erste Hilfe begeistert werden und praktische Fertigkeiten für die Hilfe im Notfall vermittelt bekommen, stellte Heike Lübbers heraus. Durch eine spielerische Herangehensweise solle Kindern ferner die Angst vor dem Notfall genommen werden. Auch werde so die Hilfsbereitschaft der Kinder gefördert, denn sie lernten, dass Verantwortung für andere wichtig sei. Bedeutsam sei es auch, hinzuschauen und zu erkennen, ob jemand Hilfe benötige.
Die Kinder hätten viel Spaß an diesem praktischen Unterricht, stellt Schulleiter Linnemann heraus. Außerdem würden so soziale Kompetenzen gefördert. Auch sei der Kursus eine Präventivmaßnahme, denn die Kinder lernten, wie Unfälle zu vermeiden wären.
Erfahrungen mit der Ersten Hilfe hatte bereits Marie (8). Sie habe einem Jungen geholfen und weitere Hilfe herbeigeholt. Die gleichaltrigen Louis und Philipp benötigten bereits Erste-Hilfe-Maßnahmen. Für mögliche Notsituationen wären sie jetzt „bestens gerüstet“, versicherten alle kleinen Teilnehmer.
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