BAD ZWISCHENAHN, 30. Dezember 2010


„Knackis“ bauen der Polizei die Möbel

Umbau Wache des Kommissariats neu gestaltet – Sonderanfertigungen stammen aus der JVA Oldenburg


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Umgestaltete Wache: Sven Plettberg und Kathleen Hille arbeiten am neuen Leitstellentisch. BILD: Thomas Bücher  Bild vergrößern

Regal und Schränke wurden nach Maß in der Werkstatt der Justizvollzugsanstalt gefertigt. Nach einjähriger Baumaßnahme sind die Arbeiten abgeschlossen.

von Thomas Bücher

Bad Zwischenahn - Den Überblick zu behalten, ist gerade in der Polizei-Leitstelle wichtig. Die rund 40 Mitarbeiter des Einsatz- und Streifendienstes in Bad Zwischenahn können darauf vertrauen, dass ihr Kollege im Kern der Wache alles im Blick behalten wird. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Bereich der Wache komplett umgestaltet wurde. „Fast ein ganzes Jahr hat der Umbau gedauert“, sagt der Leiter des Polizeikommissariats Bad Zwischenahn, Jörn Kreikebaum. Angefangen hatte alles mit dem Verlegen des neuen Fußbodens.


Leitstelle das Herzstück
Doch das Herzstück der umgebauten Wache ist der Leitstellentisch. Allein für die „Schaltzentrale“ der Polizei wurden 40 000 Euro investiert. Die neue digitale Technik ist bereits eingebaut und könne jederzeit per Knopfdruck aktiviert werden, so Kreikebaum. Auch neu im Vergleich zu früher: Der Tisch ist Rücken schonend höhenverstellbar. „Wenn wir hier mal mit mehreren Kollegen arbeiten müssen, ist das ganz praktisch“, sagt Polizeioberkommissar Sven Plettberg.

Ein Arbeitskreis hatte sich gebildet, um zu erarbeiten, was bei einer Umgestaltung wichtig sei. Herausgekommen ist etwa auch ein größerer Bereich für die Bürger. Während sich früher die Polizisten bei einem Einsatz an wartenden Bürgern vorbeischieben oder -fragen mussten, sind nun Durchgang und Bürgerbereich nebeneinander.

Für alle merklich besser geworden ist die Situation im Aufenthaltsraum. Jeder Polizist hat sein eigenes, geschlossenes Fach. Ein runder Tisch ist aufgestellt, indirekte und direkte Beleuchtung lassen den Raum gemütlicher erscheinen. „Besucher der Wache haben nun auch nicht mehr das Gefühl, hier sei alles unordentlich“, sagt Kreikebaum. Denn Utensilien für den Streifendienst sind nicht mehr offen, sondern in Schubfächern gelagert.

Der Leiter des Streifen- und Einsatzdienstes, Raimund Sindermann, ist mit der neuen Wache sichtlich zufrieden: „Was früher unordentlich und dunkel wirkte, ist nun freundlich gestaltet und funktionaler.“ Dafür, dass die Polizisten in Bad Zwischenahn besser arbeiten können, haben ausgerechnet „Knackis“ gesorgt. Bei der Ausschreibung für den Bau der maßgefertigten Systemmöbel hatte die Justizvollzugsanstalt in Oldenburg den Zuschlag bekommen. „Die Möbel sind wirklich klasse“, sind sich Kreikebaum und Sindermann einig.


Möbel waren 20 Jahre alt
Dass die solide gezimmerten Möbel aus der Werkstatt der JVA in Kreyenbrück Eindruck machen, liegt auch daran, dass die Beamten in Bad Zwischenahn zuletzt an rund 20 Jahre alten Möbeln gearbeitet haben. „Wenn die rund um die Uhr im Einsatz waren, müssen die auch mal erneuert werden“, sagt Kreikebaum.

Beachtenswert fand der Leiter des Polizeikommissariats, dass seine Mitarbeiter und auch die Bürger den Zustand der Baustelle über Monate ohne Murren hingenommen hatten. „Wahrscheinlich lag es aber auch daran, dass sie sahen, was sich hier Stück für Stück ändert“, so Kreikebaum. Nun ist alles fertig – obwohl: Jörn Kreikebaum möchte den Bürgern noch einen direkteren Zugang zur Wache ermöglichen.

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Doch 2010 wird das wohl nichts mehr.






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