ELMENDORF, 1. Dezember 2011


Elmendorf soll behutsam weiter wachsen

Entwicklung Fachausschuss mehrheitlich für Ausweisung eines Baugebietes – Sieben Grundstücke


Bauerschaften sollen entscheiden, ob sie wachsen wollen. Den Rahmen gibt die Politik vor.

von Markus Minten

Elmendorf - Für die Einen waren es nur sieben Bauplätze. Für die Anderen ging es um das Verfahren an sich. Der Abstimmung im Ausschuss für Planung, Energie und Umwelt ging eine Grundsatzdiskussion um die Ausweisung weiterer Baugebiete in den Bauerschaften voraus.

Dietmar Meyer (SPD) nutzte den aktuellen Fall, der in Verlängerung der Straße Am Stamers Hoop in Elmendorf die Ausweisung von sieben weiteren Bauplätzen vorsieht, um Kritik am Verfahren zu üben. Er sei dagegen, Flächen erst zu kaufen, um dann die Politik entscheiden zu lassen. Dies müsse umgekehrt laufen. Vor allem aber sei er „strikt gegen Bebauung in der Fläche“. Vielmehr solle man sich auf Flächen nahe des Ortes konzentrieren. Unterstützung erhielt er dabei von Henning Dierks (SPD): „Innenentwicklung muss Vorrang vor Außenentwicklung haben“, plädierte er für einen „Ort der kurzen Wege“ – im Kern eine Veralterung, junge Menschen nach außen, sei der falsche Weg.

Maria Bruns (CDU) verwies auf die Situation in Elmendorf, die für die Anbindung eines kleinen Baugebietes ideal sei: „Wenn nicht da, wo sonst?“ Eine „Projektion in die Zukunft“ forderte Horst-Herbert Witt (FDP). Zu klären sei: „Wo wollen wir wachsen?“

Einigkeit herrschte indes in einem Punkt: Die Bauerschaften sollen weiter selber entscheiden, ob sie wachsen wollen. Die Rahmenbedingungen gibt allerdings die Politik vor.

Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung sprach sich der Ausschuss für eine Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans aus. Das letzte Wort hat der Verwaltungsausschuss.

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