BAD ZWISCHENAHN, 10. Februar 2012


Martin Meyer leitet Schule und Verein

Wahlen Pianist Nachfolger des verstorbenen Friedrich Bleeck an Musikschule Bad Zwischenahn


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Martin Meyer leitet Musikschule und Musikschulverein. BILD: Horst Hollmann  Bild vergrößern

Seit 1991 unterrichtet der 50-Jährige an der Musikschule. Ein besonderes Augenmerk richtet er auch auf die Außenstellen in Rostrup/Elmendorf und Petersfehn.

von Horst Hollmann

Bad Zwischenahn - Musikschüler müssen sich häufig mit dem weiten Griff ihrer Hände herumplagen. Von einem neuen Musikschulleiter werden auch im übertragenen Sinne weitgreifende Fingerfertigkeiten verlangt. Das Erbe bewahren, mit neuen Ideen die Arbeit auffrischen – das ist die doppelte Anforderung, der sich Martin Meyer an der Musikschule Bad Zwischenahn stellen muss.

Die Tradition hat der Ende November verstorbene Friedrich Bleeck geschaffen. Der frühere Trompeter des Oldenburgischen Staatsorchesters hat von Anfang an 40 Jahre in Bad Zwischenahn unterrichtet und mehr als 30 Jahre die Musikschule geleitet. Dass die neben der Kreismusikschule Ammerland einzige kommunale Musikschule im Kreis ständig mehr als 400 Schülerinnen und Schüler zählt, basiert auf dieser Zuverlässigkeit und Beständigkeit.

In der vorgezogenen Jahresversammlung des Musikschulvereins wurden nun alle Personalien festgelegt. Der 50 Jahre alte staatlich geprüfte Musikpädagoge war bereits Anfang des Jahres zum neuen Schulleiter ernannt worden. Jetzt wurde er in Personalunion auch zum 1. Vorsitzenden des Schulvereins, ebenso wie vorher Bleeck, gewählt. Als Schulleiter vertritt ihn die Geigenlehrerin Gudrun Leik, im Verein Klaus Ihde. Eva Bleeck ist neue Beisitzerin. Bürgermeister Arno Schilling nahm die Gelegenheit zur Bekundung wahr, „dass die Musikschule immer das besondere Wohlwollen der Gemeinde“ habe.

Der aus Tange stammende Meyer gilt als bodenständig. Nach dem Studium in Bremen machte er sich im Ammerland und auch darüber hinaus als Pianist und Musiklehrer einen Namen. Ständig an der Musikschule unterrichtet er schon seit 1991. Die vielfältige Zusammenarbeit in unterschiedlichen Genres, mit Chören, Schauspielern oder Kabarettisten pflegt er besonders. Das passt zu seinen Absichten: „Es ist einfach schön, Leute mit Musik zusammen zu bringen.“

Die intensive Förderung der Arbeit in den Ensembles macht sich Meyer zu einem seiner Ziele. Die Streicher, Bläser, Schlagzeuger und anderen Instrumentalisten sollen dazu auch häufiger öffentlich auftreten. Auch den Außenstellen in Petersfehn, Ofen oder Rostrup/Elmendorf widmet er besondere Aufmerksamkeit. „Da haben wir Potenzial“, sagt Meyer und verweist auf Petersfehn: „Dort verzeichnen wird einen nachgerade enormen Anstieg der Schülerzahlen.“

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