Aus Kunst und Stoff wird Kunst-Stoff-Kunst
Ausstellung Hertha Poppinga und Barbara Habermann zeigen Werke in Bildungsstätte der Arbeitnehmerkammer
von Christin Horrmann
Bad Zwischenahn - „Ich sehe das Kleid nicht als Kleid, sondern als Objekt“, sagt Hertha Poppinga. Vielmehr sei es für sie Ausdruck gesellschaftlicher Epochen oder Persönlichkeiten. Und so sind es derer Kleider vieler, die derzeit in der Bildungsstätte der Arbeitnehmerkammer Bremen in Bad Zwischenahn zu sehen sind.
Zusammen mit der Oldenburger Künstlerin Barbara Habermann stellt die Bad Zwischenahnerin Hertha Poppinga unter dem Titel „Kunst – Stoff – Kunst“ zahlreiche Werke aus. Darin taucht das Kleid als Motiv immer wieder auf.
Mit Hilfe von Mischtechnik und experimenteller Malerei haben beide mit Kunst und Stoffen gespielt. Auf einigen Gemälden sind Kopien von Stoffen mit Acrylfarbe verarbeitet.
Hier wird das Spiel des Ausstellungstitels – mit dem Stoff als Material für Kleidung und dem Kunststoff Acryl – auf der Leinwand fortgesetzt.
Für Hertha Poppinga ist das Kleid als Hauptmotiv unter anderem Ausdruck von Gefühlen, die sie beim Gestalten der Bilder empfindet. Für Barbara Habermann war die Arbeit an den ausgestellten Werken mehr eine Komposition: „Ich habe die Kopien der Stoffe auf Leinwand aufgezogen und malerisch ergänzt“, erklärt die Oldenburgerin ihre Arbeitsweise. Seit Jahrzehnten ziehen sich bei der Künstlerin, die ursprünglich Grafik studiert hat, immer wieder Stoffe durch die Werke.
Kennengelernt haben sich die beiden beim Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK). Ihre Werke zur „Kunst – Stoff – Kunst“ harmonieren in der Ausstellung.
Bis Ende März sind sie noch täglich von 9 bis 16 Uhr und am Wochenende von 9 bis 12 Uhr zu sehen. Am Freitag, 2. März, 16 Uhr gibt es eine Sonderveranstaltung.
NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv
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