„Selbstbestimmtes Leben ist ein hohes Gut“
Gesprächsrunde Christiane Ratjen-Damerau diskutiert mit Frauen Emanzipation
Christiane Ratjen-Damerau (links) sprach mit Frauen aus dem Ammerland über das Thema Emanzipation. BILD: privat 
Petersfehn - Für Christiane Ratjen-Damerau ist die Freiheit, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können und nicht von anderen abhängig zu sein, ein hohes Gut. Daher sei insbesondere Frauen zu raten, sich möglichst von Anfang an ein unabhängiges Leben zu erhalten. Diese Meinung vertrat die FDP-Bundestagsabgeordnete bei einer Diskussionsrunde mit Frauen aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft in Petersfehn.
Fehlende Kinderkrippen, unflexible Arbeitszeiten und Schulzeiten, aber auch die Abstimmung mit dem Lebenspartner verlangten Mut und Durchsetzungskraft. „Bestärken Sie insbesondere die Frauen, nicht nachzulassen und mutiger gegen jegliche Abhängigkeit zu kämpfen“ empfahl Ratjen-Damerau insbesondere den anwesenden Gleichstellungsbeauftragten aus dem Ammerland.
„Wir haben uns für eine Emanzipations-Politik eingesetzt, die Freiräume für Frauen und Männer in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft schafft“, so die Liberale weiter. „Eine Politik die auf flexiblere Arbeitszeiten und Lebensläufe setzt, größerer Freiraum für die familiäre Entfaltung schafft und von einer ineffektiven Anwesenheitskultur Abstand nimmt.“
Wer in einer Verantwortungsgemeinschaft lebt, sollte auch die Verantwortung übernehmen. Das gelte für die eigene, aber auch für die Versorgung der Gemeinschaft. Ehepartner sollten gleichermaßen Verantwortung z.B. für die Kindererziehung aber auch das Familieneinkommen übernehmen, so der Gast. Denn löse sich die Verantwortungsgemeinschaft (Ehe) auf, müsse auch jeder Teil in der Lage sein, unabhängig und selbstständig sein Leben zu bestimmen.
Schwierig sei dies oft bei Müttern, die in der Zeit der Kindererziehung nicht berufstätig waren. In zunehmendem Maße gelte das aber auch für andere Lebensgemeinschaften. Ratjen-Damerau: „Emanzipiert ist, wer unabhängig und damit selbstständig sein Leben bestimmen kann.“
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