EDEWECHT, 28. Mai 2010


Bürokratieabbau nicht gelungen

Ortstermin Evangelischer Arbeitskreis informiert sich über neues Pflegegesetz


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Informationen vor Ort (v. l.): Thorsten Meilahn, Gerta Pfeifer und Thomas Kossendey BILD: Erhard Drobinski  Bild vergrößern

Besichtigt wurde das Seniorenwohn- und Pflegezentrum. Für die Arbeit mit Bewohnern müsse mehr Zeit bleiben.

von Erhard Drobinski

Edewecht - Wie wird das 2008 verabschiedete „Pflegeweiterentwicklungsgesetz“ angewendet und werden damit verbundene Ziele tatsächlich erreicht?

Antworten auf diese und andere Fragen zum Pflegegesetz suchten die Vorstandsmitglieder des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU/CSU des Kreisverbandes Ammerland. Unter Leitung der Kreisvorsitzenden Gerta Pfeifer besichtigte der Arbeitskreis das Seniorenwohn- und Pflegezentrum Edewecht.

Zurzeit beschäftigt sich der EAK mit der Pflege im Allgemeinen und der Umsetzung des neuen Pflegegesetzes. Im Besonderen geht es um die Überprüfung mit Hilfe von Transparenzkriterien.

Um sich in diese Materie umfassend einarbeiten zu können, wurde nach dem Besuch des Klinikzentrums in Westerstede vergangene Woche jetzt das Senioren- und Pflegezentrum aufgesucht.

Dessen Geschäftsführer Thorsten Meilahn informierte seine Gäste, unter ihnen der Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretär Thomas Kossendey (CDU), ausführlich über seine bisher gemachten Erfahrungen. Dabei wurde deutlich, dass ein Ziel des neuen Gesetzes, die Entbürokratisierung der täglichen Arbeit, schlicht verfehlt wurde.

Bei einer unangemeldeten Überprüfung des Hauses im Dezember durch den Medizinischen Dienst legten die unabhängigen Prüfer viel Wert auf die Bearbeitung der Dokumentationen über die Bewohner. Die Befragung der Bewohner kam dagegen zu kurz.

Weiter wurde deutlich, dass die von den Prüfern geforderte Art der Dokumentation nicht unbedingt die Situation der Pflegenden widerspiegelt. Deshalb kann bei der Einschätzung der Qualität einer stationären Pflegeeinrichtung nur eingeschränkt von einer Informationshilfe für die Bewohner und Verbraucher gesprochen werden.

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Für Meilahn war es wichtig, darzustellen, dass den Mitarbeitern in den Pflegebereichen mehr Zeit für die Arbeit mit dem Patienten und Bewohner bleiben muss. Darüber hinaus wünscht er sich eine Aufwertung dieses Berufsbildes in der Öffentlichkeit und auch in der Politik.

Kossendey nahm die Kritik und Anregungen zum neuen Pflegegesetz auf und wird sie an die zuständigen Politiker in Berlin weitergeben. Wie er möchte auch Gerta Pfeifer in regelmäßigen Abständen weiter überprüfen, wie sich das „Pflegeweiterentwicklungsgesetz“ entwickelt.




 



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