EDEWECHT, 8. Februar 2012


Gute Stube mit grünen Wänden

Beratungen Fachausschüsse befürworten Planung für „neuen“ Marktplatz


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Diese Planung wurde begrüßt: Der Verkehr wird weiterhin über den Platz geführt, der an drei Seiten (Richtung Aldi, Rossmann und Kornbrennerei) „grüne Wände“ (Baumallee mit Promenadenweg) erhält. Rund 60 Parkplätze sollen in Richtung ehemalige Kornbrennerei und Richtung Rossmann angelegt werden, links oben lila umrandet das Rathaus, rechts oben das katholische Gemeindezentrum. BILD: Planungsbüro NWP  Bild vergrößern

Der Bauausschuss und der Straßen- und Wegeausschuss haben die grundlegende Konzeption begrüßt. Die Gestaltung der Oberflächen war weiteres Thema.

von Doris Grove-Mittwede

Edewecht - Die Mitglieder gleich zweier Fachausschüsse des Edewechter Rates haben sich jetzt (erneut) damit beschäftigt, wie Edewechts „neue gute Stube“ künftig aussehen soll. In der gemeinsamen Sitzung befürworteten der Bauausschuss und der Straßen- und Wegeausschuss nach längerer Aussprache einstimmig eine Konzeption, die das Oldenburger Planungsbüro NWP nach Vorgaben aus Politik und Verwaltung sowie Bürgeranregungen entwickelt hatte. Erläutert hatte die Planungen Diplom-Ingenieurin Vera Leo-Strasser (NWP).

Wie berichtet sollen in Edewecht der Marktplatz, der Rathausvorplatz, die Rathausstraße und die Straße Am Neuen Markt neu gestaltet werden. Umgesetzt werden kann dieses Millionenprojekt vor allem deshalb, weil Edewecht ins Bundesförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen wurde und für die jeweiligen Maßnahmen Bundeszuschüsse (ein Drittel der anfallenden Kosten) erhält.

Auszeichnen soll sich der Edewechts „neue gute Stube“ durch grüne Wände: In Richtung Aldi (wo der Wohnmobilistenstellplatz erhalten bleibe) und Richtung Rossmann sowie ehemalige Kornbrennerei soll u-förmig eine Allee angelegt werden. Verzichten wolle man, so hieß es, dabei auf die zunächst erwägten rot-blühenden Kastanien, jetzt seien Linden bzw. Platanen im Gespräch. Zwischen den beiden Baumreihen, d.h. in der Allee, solle ein geklinkerter Promenadenweg entstehen; Ruhebänke mit Rückenlehnen und Strahlern, die die Bäume nachts anleuchteten, seien ebenfalls geplant.

Wie Diplom-Ingenieurin Vera Leo-Strasser (NWP) ausführte, habe die Verkehrsführung über den Marktplatz beim Bürgerinformationsabend der Gemeinde im Januar 2012 zu vielen Anregungen geführt. So wurde u.a.vorgeschlagen, den Verkehr dauerhaft um den Marktplatz herumzuführen, eine Einbahnstraßenregelung einzurichten oder den Verkehr aus dem Geschäftszentrum über die Bahnhofstraße zu leiten. Diese Vorschläge würden nach Einschätzung von Politik, Verwaltung und Planer u.a. zu einer unübersichtlichen Verkehrsführung mit mehreren Abbiegevorgängen, Verlagerungen des Verkehrs und Belastungen in anderen Bereichen und zu einem weniger belebten neuen Marktplatz führen.

Angeregt worden seien von Bürgern auch viele Parkplätze, die für verschiedene Zwecke benötigt würden. Rund 60 Parkplätze (inklusive Behindertenparkplätze) sollten am Marktplatzrand Richtung Rossmann und Kornbrennerei sowie an der Rathausstraße angelegt werden. Ein neues Gesicht solle auch die Rathausstraße erhalten. Im Einmündungsbereich zur Hauptstraße solle sie „erweitert“ werden, so dass neben einer Einbiegespur (von der Hauptstraße) auch eine kombinierte Linksabbiegespur mit Geradeaus- und Rechtsabbiegemöglichkeit entstehen könne. Außerdem sollten die Nebenanlagen (Fußgängerwege) verbreitert werden und an der Seite zur Kornbrennerei mehrere Längsparkplätze entstehen.

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Außerdem ging es um die künftige Oberflächengestaltung. Nach Gesprächen mit Vertretern der katholischen Kirche sei man optimistisch, dass man den Kirchenvorplatz in die Neugestaltung mit einbeziehen könne. Verwenden wolle man für die Marktplatzgestaltung einen blauroten Klinker wie bei der Kirche. Die Fahrbahnen der Straßen sollten im Fischgrätenmuster mit einem blauroten Klinker im Längstformat verlegt werden. Hingewiesen wurde auch darauf, dass man bei Bohrproben festgestellt habe, dass der Untergrund des Marktplatzes bis zu einer Tiefe von zwei Metern nicht ausreichend tragfähig sei, so dass Bodenaustausch erfolgen müsse. Gesprochen wurde auch über mögliche Standorte für ein Toilettenhaus, einen Brunnen und Versorgungsstationen (Strom, Wasser), damit die notwendigen Leitungen bei den Tiefbauarbeiten gleich mitverlegt werden könnten.






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