Geschäfte laufen wie geschmiert
Gründung Rahmenvertrag für Schülerfirma „Kunterbunt“ an ALS unterzeichnet
Bei der Vertragsunterzeichnung (Mitte, von links): Sven Kretschmer, Geschäftsführer der Teilfirma „Der Saftladen“ und Schulleiter Dr. Arend Lüschen besiegelten im Beisein einiger beteiligter Förderschüler die offizielle Firmengründung von „Kunterbunt“. BILD: Sebastian Kelm 
von Sebastian Kelm
Edewecht - Die Tinte ist trocken: Mit der Unterzeichnung des Rahmenvertrages am Dienstag ist an der Edewechter Astrid-Lindgren-Schule (ALS) offiziell die Schülerfirma „Kunterbunt“ gegründet worden. Mit dem fünf Seiten starken Dokument, das wie bei einem richtigen Unternehmen Punkte wie Rechtsform oder Stammkapital beinhaltet, soll die Ernsthaftigkeit des Projekts unterstrichen werden. „Ziel ist, die Dienste auch außerhalb der Schule anzubieten“, sagte Schulleiter Dr. Arend Lüschen, der zusammen mit Lehrer Sven Kretschmer, seines Zeichens Geschäftsführer der Unterfirma „Der Saftladen“, bei einer kleinen Feierstunde am Mittwochvormittag seine Unterschrift unter die Vereinbarung setzte.
Kretschmers „Betrieb“ hat dabei tatsächlich schon einen echten Auftrag gehabt: Bei der Feier einer Edewechter Baumschule übernahmen seine Förderschüler die Bewirtung. Das Hauptgeschäft von „Der Saftladen“ ist aber der Brötchenverkauf an der Unesco-Projektschule.
Weitere Teile der Schülerfirma: der Second-Hand-Vertrieb „Manga“, „Papiertiger“ als Anbieter für Druck und Gestaltung und ein Bügelservice namens „Mangelhaft“. Im Aufbau befindet sich zudem eine Holzwerkstatt.
Über 20 Schüler – insbesondere aus dem Bereich „Geistige Entwicklung“ – im Alter zwischen 13 und 18 Jahren wirken in einer dieser Teilfirmen mit. „Es geht darum, dass sie Betriebsstrukturen kennenlernen, praxisnah erfahren, in welchem Verhältnis Angebot und Nachfrage stehen“, erklärt Lüschen. Er sieht gleich in doppelter Hinsicht einen Nutzen: „Einerseits werden die Schüler auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet. Auf der anderen Seite wird das Schulleben durch ihre Angebote zusätzlich belebt.“
Und natürlich werden auch kleinere Erlöse erzielt – die wiederum den Jugendlichen selbst zugute kommen sollen. Durch die Einnahmen, die bislang mit dem Brötchenverkauf erwirtschaftet wurden, konnten etwa Bügeleisen für „Mangelhaft“ angeschafft werden. „Nicht alle Firmen sind allerdings ähnlich rentabel, aber es findet ein Ausgleich untereinander statt“, so der Leiter der ALS.
@ Mehr Infos unter http://www.als-edewecht.de NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv
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