EDEWECHT, 23. Februar 2012


Zügiger Umzug samt Wurzelwerk

Marktplatzgestaltung Spezielles Spatenstichgerät versetzt sechs Ahornbäume


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Spuren werden bei den Arbeiten so gut wie keine hinterlassen: An die Stelle, an der vorher ein Baum stand, wird die Erde aus dem Loch am Schwarzen Weg gefüllt, in das später wiederum der nächste Baum eingesetzt wird. Alles geht erstaunlich schnell. Sogar das Dreibein kann dranbleiben: Problemlos holt das Spatenstichgerät den Ahornbaum aus der Erde. BILD: BILD: Sebastian KelmSebastian Kelm  Bild vergrößern

Bislang standen die Bäume an der Rathausstraße und Am Neuen Markt. Umgepflanzt wurden sie an den Schwarzen Weg.

von Sebastian Kelm

Edewecht - Mit geübtem Blick nimmt Ingo Janßen Maß. Noch ein paar kurze Justierungen – und schon gräbt sich die „Kralle“ seines Spatenstichgeräts in den Boden an der Rathausstraße. Kraftvoll greift die stählerne Hand der Spezialmaschine, die sonst vornehmlich in Baumschulen sowie im Landschafts- und Gartenbau zum Einsatz kommt, um das Wurzelwerk eines Ahornbaums, zieht diesen mit einem Ruck komplett aus der Erde. Sogar das hölzerne Dreibein wird mitgenommen.


Weitere Bäume gefällt
Sechs etwa 15 Jahre alte Ahornbäume wurden auf diese Weise am Mittwoch im Zuge der Vorarbeiten für die geplante Umgestaltung des Edewechter Marktplatzes an den Schwarzen Weg umgepflanzt. Am Montag war, wie berichtet, schon ein gutes Dutzend Bäume unweit des Rathauses gefällt worden. Ein „Schicksal“, das den Bäumen direkt am Straßenrand erspart blieb, war für diese doch eine „Umsiedlung“ an den Rand der Gemeinde möglich.



Dort werden gleich Löcher gestochen, in die der nächste Baum gesetzt wird. Grassoden und Erde daraus füllen wiederum die Stelle an Rathausstraße und Am Neuen Markt aus, an der zuvor ein Baum gestanden hatte. Die Aktion hinterlässt somit kaum Spuren – wäre da nicht das X aus der Sprühflasche, das den gewünschten Standort markiert hatte.

Einige Passanten bleiben stehen und verfolgen gespannt diesen wahrlich nicht alltäglichen Vorgang. Staunend sehen sie zu, wie zügig dieser Umzug vonstattengeht. „Das ginge eigentlich fast noch schneller, aber der Weg ist relativ lang“, erklärt „Umzugshelfer“ Ingo Janßen von der Firma Peter Fittje Erdarbeiten, der das Spatenstichgerät bedient.


Fahrt im Rückwärtsgang
Dass es etwas dauert, die Bäume an ihren neuen Bestimmungsort zu bringen, verwundert dabei wenig. Schließlich muss die Strecke im Rückwärtsgang gefahren werden. Zu schwierig wäre ein Wendemanöver mit aufgeladenem Ahornbaum.

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