Von Berlin nach Leuchtenburg
Vortrag Thomas Kossendey spricht über Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan
von Geerd Lukassen
Leuchtenburg - Es war eine anstrengende Woche für den Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Kossendey (Edewecht).
Alles beherrschendes Thema war der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, der nicht zuletzt wegen der jüngsten Fälle getöteter Soldaten wieder für Schlagzeilen sorgte. Dann war US-General Stanley McChrystal, Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Afghanistan, zu Gast in Berlin. Und dann musste Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg vor dem Kunduz-Untersuchungsausschuss aussagen. Und mittendrin Thomas Kossendey, als parlamentarischer Staatssekretär gewissermaßen die „rechte Hand“ des Verteidigungsministers.
Am vergangenen Freitagvormittag musste er diesen noch auf der Regierungsbank vertreten – am Abend stand er schon vor etwa 30 Gästen in der Boßelerburg in Leuchtenburg. Auf Einladung des Landvolkvereins Neusüdende sprach Kossendey über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. „Es ist mal was anderes, als über schlechte Milchpreise zu sprechen“, freute sich Landvolkvereinsvorsitzender Dieter Ahlers über den Gast.
Kossendey weiß, wovon er spricht. Schließlich verschafft er sich regelmäßig vor Ort ein Bild von der Lage. Etwa 4500 Soldaten aus Deutschland sind im Norden Afghanistans stationiert. Sie decken ein gigantische Fläche ab, die sich über 1200 Kilometer von Ost nach West und fast 500 Kilometer von Norden nach Süden erstreckt.
Die Zahl getöteter Soldaten konnte auch Kossendey nicht einfach ignorieren. Er hofft aber auf mehr gesellschaftliche Anerkennung für die Arbeit der Soldaten in Afghanistan. Schließlich – da hält er es mit Ex-Minister Peter Struck – werde „Deutschland auch am Hindukusch verteidigt“. Wichtiger war für Kossendey, die positiven Ergebnisse hervorzuheben. So sei dank der Unterstützung durch die Berufsbildenden Schulen Ammerland eine Schule wiederaufgebaut worden. Gerade in einem Land, wo 50 Prozent der Bewohner unter 20 Jahre alt seien, spiele diese Entwicklung eine Schlüsselrolle.
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