Viel Verkehr bereitet Rastedern Sorgen
Rollende Redaktion I Schwerlastverkehr im Ortszentrum zieht den Unmut einiger Bürger auf sich
von Geerd Lukassen
Rastede - Für einen kurzen Moment muss Klaus-Peter Hogen am Dienstagvormittag das Gespräch mit NWZ -Redakteur Geerd Lukassen unterbrechen. Beide stehen am Stand der NWZ an der Oldenburger Straße, als ein Lkw mitsamt Anhänger vorbeifährt. „Sehen Sie“, Hogen zeigt auf den Lkw, „die fahren hier mit voller Geschwindigkeit durch den Ort.“
Durch den Kögel-Willms-Platz, der gerade von Kindern gerne zum toben genutzt werde, habe sich die Situation noch verschärft. Vor kurzem sei ein Mädchen ohne zu gucken über die Straße gelaufen. Unmittelbar danach sei ein Lkw ungebremst am Platz vorbei gefahren. „Zum Glück ist da noch nie etwas passiert“, sagt Hogen.
Der NWZ -Leser ist nicht der einzige, der die Zunahme des Verkehrs im Ortszentrum mit Sorgen sieht. „Die Oldenburger Straße muss verbreitert werden. Oder es muss eine Umgehungsstraße her, damit der Schwerlastverkehr nicht durch den Ort rollt“, fordert etwa Günter Bremer. Auch die Parkbuchten an der Oldenburger Straße seien zu klein. „Die Autos stehen zum Teil auf der Straße“, sagt Bremer. Deshalb müssten die Parkplätze unbedingt erweitert werden. Bürgermeister Dieter Decker sieht hier jedoch keinen Handlungsbedarf, im Gegenteil. Als vor 20 Jahren aus der Bundesstraße 69 die Oldenburger Straße wurde, sei es gerade beabsichtigt gewesen, die Fahrbahn zu verkleinern, um den Verkehr zu verlangsamen. Dies sowie Parkbuchten und Rad- und Fußwege sollten, so die Überlegung damals, die Wohnqualität im Ortskern erhöhen.
Ein anderes Thema, das die Rasteder beschäftigt, ist die Verkehrssituation im Ortskern bei Großveranstaltungen. Zum Beispiel Gertrud Ammermann. Sie wohnt in einer kleinen Seitenstraße an der Mühlenstraße. Bei Großveranstaltungen würden die Gäste die ganze Kreuzung zuparken, so dass sie und ihre Nachbarn nicht mehr rauskämen. „Das sollte die Polizei noch stärker kontrollieren“, fordert die Rastederin. Auch Rosemarie Diekhof spürt die Auswirkungen der Großveranstaltungen im Ort. Zumindest beim Landesturnier sei es aber wesentlich besser gewesen als in den Vorjahren, sowohl vom Lärm als auch von der Verkehrsbelastung. „Das ließ sich sehr gut aushalten.“
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