Besucher tauchen ein ins Mittelalter
Spectaculum Rastede für Tausende Mittelalter-Freunde ein Besuchermagnet – verkaufsoffener Sonntag
Phantasievolle Kostüme und Masken waren ebenso zu bestaunen wie so manche humorige Einlage. Nicht nur für die Augen war das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum erneut ein prachtvolles Fest. BILDer: Claus Stölting 
von Claus Stölting
Rastede - „Wir kommen auf jeden Fall im kommenden Jahr wieder“, sagen Thomas Hase und Frau Frauke aus Barßel. Sie sind mit ihren beiden kleinen Kindern nach Rastede gekommen, um ins Mittelalter einzutauchen – beim Mittelalterlich Phantasie Spectaculum, das bereits zum 16. Mal Ritter, Gaukler, wilde Horden, Marktbeschicker und mittelalterliche Musikanten nach Rastede gebracht hat. Hases wollen sich über die Eintrittspreise nicht beklagen: Ihre Kinder sind so klein, die kommen umsonst mit rein ins Spektakel. Sie sind jedes Jahr in Rastede, wenn die Ritter kommen.
Vier Tage lang hatte das Mittelalter in all seinen Facetten Station gemacht auf dem Turnierplatz im Rasteder Schlosspark, wo sogar die 952 Jahre alte St. Ulrichs-Kirche als einziges sichtbares Gebäude in die Zeit passt, in die das Spectaculum die Besucher entführen will. Wie Günther und Doris Brinkmann aus Dinklage, die mit ihren Kindern Mareike und Florian das erste Mal überhaupt zum Spectaculum angereist – und begeistert sind. „Auch wir kommen sicherlich wieder, auch wenn 13 Euro pro Person eine Menge Eintrittsgeld sind“, sagen Brinkmanns, die bis zu diesem Zeitpunkt noch kein „Souvenir“ aus dem Mittelalter eingekauft haben bei der Riemenschneiderey oder in der Ritterkammer. Da waren Carsten und Denise Müller mit Söhnchen Malik aus Westerstede schneller: eine Streitaxt für den Sohn, eine Handtasche aus Leder für die Mutter, die sich freut, in Rastede „echte Handarbeit“ kaufen zu können. Für Müllers war es ebenfalls das erste Mal in Rastede und sie sind echt begeistert: „Obwohl hier so viele Menschen unterwegs sind, entsteht keine Enge“, sagt Denise Müller. Die Familie ist sich einig: „Wir kommen auf jeden Fall wieder.“
Solche Meinungen erfreuen auch den Pressesprecher des Spectaculums, Edwin Ball. Er sieht einen Besucherrekord in diesem Jahr, auch wenn Zahlen nicht genannt werden. Und freut sich, dass das Wetter an allen vier Tagen mitgespielt hat. Wieder war das Spectaculum eine friedliche Veranstaltung, sagt die Polizei. Und das, obwohl viele Menschen bewaffnet herumlaufen – mit Schwert, Dolche, Streitaxt, Bogen oder Lanze. „Unsere Besucher sind unsere Gäste. Die sollen sich schließlich wohlfühlen“, sagt dazu Edwin Ball. Parallel fand am Sonntag in Rastede ein verkaufsoffener Sonntag statt.
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