RASTEDE, 9. Februar 2012


Verwaltung übt scharfe Kritik am HGV

Echo Wirtschaftsförderer Günther Henkel: Gemeinde hat Ortszentren sehr wohl im Blickfeld


Ein Marketingkonzept gebe es in Rastede sehr wohl. Dies habe bereits zahlreiche Maßnahmen nach sich gezogen.

von Frank Jacob

Rastede - Mit Enttäuschung reagiert die Gemeindeverwaltung auf die Aussagen des Handels- und Gewerbevereins (HGV), es gebe in Rastede kein Stadtentwicklungskonzept und Wirtschaftsförderung würde sich nur auf die Gewerbegebiete beschränken (NWZ  berichtete).

Rastedes Wirtschaftsförderer Günther Henkel erklärt hierzu, dass der HGV-Vorstand beim Jahresbericht offensichtlich eher das Bauchgefühl bemüht habe anstatt eine tatsächliche Faktenlage zu berücksichtigen. Anders sei es schlicht nicht erklärbar, wie es zu der Aussage kommen konnte, dass es kein Marketingkonzept für den Ortskern gäbe.

Gerade der HGV müsse wissen, dass das Gegenteil der Fall ist. So habe die Gemeinde – in Begleitung des Beirates Kommunalmarketing, bei dem der HGV Mitglied ist – nicht nur vor etwa zehn Jahren ein solches Konzept beschlossen; zwischenzeitlich sei sogar eine Fortschreibung und Aktualisierung erfolgt, sagt Henkel und betont: „Dieses Konzept ist von allen politischen Parteien getragen worden und hat eine ganze Reihe von Maßnahmen nach sich gezogen.“

Die Attraktivitätssteigerung des Ortskernes mit der Neugestaltung des Kögel-Willms-Platzes, die Quartiersinitiative Niedersachsen (unter anderem mit der Illumination und Möblierung der Oldenburger Straße unter erheblicher finanzieller Beteiligung der Gemeinde Rastede) und die Sicherung von Verkaufsflächenpotenzial durch entsprechende Gestaltung von bauleitplanerischen Festsetzungen seien hierfür Beleg genug.

„Berücksichtigt man außerdem die Durchführung von Veranstaltungen im Ortskern unter der Federführung der Residenzort Rastede GmbH, muss man feststellen, dass die Gemeindeverwaltung eben gerade nicht (nur) Gewerbegebiete, sondern sehr wohl auch die Ortszentren und gerade das Zentrum von Rastede im Blickfeld hat“, sagt Henkel.

Über ein so genanntes Leerstandsmanagement, welches federführend von der Residenzort GmbH betreut wird, seien nicht nur Eigentümer und Vermieter von Immobilien im Boot, sondern auch die Geschäftswelt. „Wenn man berücksichtigt, dass diese Maßnahmen unter der Beteiligung von Mitgliedern des jetzigen Vorstandes des HGV zustande gekommen sind, kann man über die dortigen Aussagen nur staunen“, so der Wirtschaftsförderer.

Auch mathematische Fähigkeiten scheinen nicht besonders ausbildet zu sein, meint Henkel. Suggeriert wurde, dass die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung offensichtlich viel höher gewesen seien als erwartet und der von der Gemeinde gegebene Zuschuss nicht auskömmlich wäre.

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„Wenn alle Maßnahmen umgesetzt sind, wie das Erscheinungsbild in der Weihnachtszeit gezeigt hat, und der Zuschuss bis heute nicht einmal in voller Höhe abgefordert wurde, dann muss dieser Hinweis des HGV als sehr bedenklich eingestuft werden“, sagt der Wirtschaftsförderer.






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