Grüne: Planung schon verfestigt
Hankhausen Ortsverband kritisiert zu späte Bürgerbeteiligung zur Wohnentwicklung
Bürgerbeteiligung in der Aula: Rund 100 Interessierte verfolgten die Ausführungen zur Wohnentwicklung. BILD: Frank Jacob 
von Frank Jacob
Rastede - Die Rasteder Grünen kritisieren, dass es sich bei der Bürgerbeteiligung zur Wohnentwicklung in Hankhausen am Montagabend (NWZ berichtete) „um das Durchsetzen einer im Ergebnis nicht mehr offenen, sondern schon verfestigten Planung ging“.
In einer gemeinsamen Pressemitteilung schreiben Ortsverbandssprecherin Sabine Eyting und Fraktionsvorsitzender Gerd Langhorst: „Eine Bürgerbeteiligung, die diesen Namen wirklich verdient, hätte wesentlich früher beginnen müssen.“
Grundsätzlich begrüße die Fraktion jede Informationsveranstaltung der Verwaltung. Bürgermeister Dieter von Essen habe eingangs auch versucht, so die Grünen, eine inhaltliche Begründung „für die großflächige Änderung des Flächennutzungsplans“ zu geben.
„Die Themen Überalterung, Kosten der Infrastruktur, Ansiedlung ,junger Familien‘, sind auch aus Sicht unserer Fraktion wichtige Themen für die nachhaltige Entwicklung der Gemeinde“, schreiben Eyting und Langhorst.
Die Grünen kritisieren jedoch, dass das innerörtliche Entwicklungspotenzial, das ihrer Auffassung nach aus einer Vielzahl in den nächsten Jahren zur Verfügung stehender Altimmobilien, der Nutzung von Baulücken und anderer innerörtlicher Flächen bestehe, erneut nicht ausreichend dargestellt worden sei. Die Erweiterung des Neubaugebietes „Südlich Schlosspark“ sei somit als alternativlos dargestellt worden.
Aus Sicht der Grünen sei dies jedoch nicht zutreffend und spiegele die wenig offene Planungsbereitschaft der Verwaltung wider.
Eyting und Langhorst kritisieren, dass die individuelle Freiheit der potenziellen Bauherren und Neubürger über den für eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinde wichtigen und von Bürgern Hankhausens nachgefragten Erhalt der Flächen in Hankhausen als Naherholungsraum und den Erhalt des dörflichen Charakters von Hankhausen gestellt worden sei.
Die Grünen begrüßen, dass es im Zuge der Bürgerbeteiligung auch sachlich fundierte, kritische Fragen und Beiträge gab. Eyting und Langhorst bedauern, dass ein Hinweis, die Dorflage Hankhausens behutsam zu entwickeln, nicht aufgenommen worden sei. Außerdem seien Bedenken hinsichtlich einer zweigeschossigen Bauweise in den Außenbereichen als individuelle Geschmacksvorstellungen abgewiesen worden, so die Grünen.
Nach Auffassung von Eyting und Langhorst wäre die Gemeinde durchaus in der Lage, durch Festsetzung innerhalb der Bauvorschriften eine dem dörflichen Charakter angemessene Form der Bebauung festzusetzen.
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