WESTERSTEDE, 9. März 2010


Gesundheit hängt auch am Handgelenk

Klinikbetrieb Patientenarmbänder erhöhen Sicherheit – Westersteder Modellprojekt läuft seit Januar


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Burkhard Brocke (rechts), Leiter des OP-Zentrums, und Medizinischer Geschäftsführer Dr. Michael Wuttke zeigen, wie das Auslesen der Armbänder am PC funktioniert. BILD: Heiner Otto  Bild vergrößern

Die angenehm zu tragenden Armbänder halten etwa 14 Tage. Selbst unter der Dusche geben sie nicht auf. Viele Patienten schätzen den Datenträger als durchaus sinnvoll ein.

von Heiner Otto

Westerstede - Burkhard Brocke, Leiter des OP-Zentrums, brachte in der Ammerland-Klinik ein Gesundheitsprojekt an den Start, dem sich jetzt auch der Kooperationspartner von der Bundeswehr angeschlossen hat. Die Rede ist von Patientenarmbändern, die einen Code, den Namen und eine verschlossene Identifikationsnummer enthalten. Zumindest an norddeutschen Kliniken ist dieser Zusatzservice, der mehr Patientensicherheit bringen soll, noch relativ neu.

Chefarzt Dr. Michael Wuttke, Medizinischer Geschäftsführer der Ammerland-Klinik, begrüßt das Modellprojekt ausdrücklich: „Diese Armbänder lassen sich elektronisch auslesen und versetzen uns in die Lage, innerhalb weniger Sekunden die gesamte Krankenakte auf dem Schirm zu haben. Vor allem, wenn es einmal schnell gehen muss, ist das ein unbestreitbarer Vorteil“, unterstrich der Anästhesist.

Sichergestellt ist, dass nur ausdrücklich autorisierte Fachkräfte auf die Daten zurückgreifen können. „Das haben wir von Beginn an so geschützt, dass da wirklich nichts passieren kann“, bestätigte Brocke in einem NWZ -Gespräch.

Bei den Patienten sind die Armbänder gut angekommen. Manche fragen sogar danach und achten penibel darauf, sie am Handgelenk zu tragen. „Das ist ja fast so wie im All-Inklusive-Urlaub“, schmunzelte ein Patient aus Leer. Er will sein Armband mit nach Hause nehmen.

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