HOLLRIEDE, 8. Februar 2012


Gewerbegebiet erhitzt Gemüter weiterhin

Bürgerinformation Hollrieder lehnen geplante Ansiedlung von Tiefbauunternehmen entschieden ab


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Näherten sich nur für das Foto an (von links): Olaf Mosebach vom zuständigen Planungsbüro, Baudezernent Horst Hienen, OBV-Vorsitzender Heino Neumann sowie Jörg Kleene und Holger Mumme von der Interessengemeinschaft „Anti- Gewerbegebiet“. BILD: Sebastian Kelm  Bild vergrößern

Die Stadt Westerstede kam einigen Forderungen der Bürger entgegen. Für den Investor würde das Vorhaben dadurch „grenzwertig“, hieß es.

von Sebastian Kelm

Hollriede - Wie hoch wird die Belästigung durch Lärm, Staub und Gerüche sein? Mit welchem zusätzlichen Verkehrsaufkommen ist zu rechnen? Wird auch am Wochenende Betrieb herrschen? Und wie steht es mit dem Umweltschutz? Die Bürger in Hollriede haben einige Bedenken, was die geplante Ansiedlung des Westersteder Tiefbauunternehmens Georg Koch in ihrem Ort anbelangt. Ihnen zumindest einen Teil dieser Sorgen nehmen wollte die Stadt Westerstede bei einer Info-Veranstaltung am Montagabend im Sport- und Dörpshus. Sehr schnell wurde aber deutlich: Das Thema erhitzt die Gemüter weiter – auch im kalten Februar.

Wie Baudezernent Horst Hienen zusicherte, komme die Stadt den Anwohnern der fraglichen Fläche an der Leerer Straße in drei wesentlichen Punkten entgegen. So ist nun vorgesehen, dass die Brechanlage der Firma – ein „Stein des Anstoßes – sogar 150 Meter vom Wohngebiet am Südring entfernt liegen soll. Der Abstand zum Hollrieder Bienenpark wird darüber hinaus auf 15 Meter erhöht. Zudem soll das Areal als Gewerbegebiet und nicht mehr auch als Industriegebiet ausgewiesen werden. „Damit bestehen höhere Schutzansprüche, die von der Firma zu berücksichtigen sind“, sagte Hienen.

Gutachten hätten ergeben, dass die durch die Gewerbeansiedlung zu erwartenden Emissionswerte im Bereich des – auch gesetzlich – Zumutbaren liegen würden, führte Stadtplaner Olaf Mosebach aus. Auch an ausreichende Kompensationsflächen sei gedacht worden.

Man habe so viele Zugeständnisse wie möglich für die Hollrieder herausschlagen wollen, ergänzte Hienen. „Als Stadt müssen wir aber auch an den Investor denken, und für den ist das Ganze inzwischen fast grenzwertig“, so der Baudezernent.

Den anwesenden Hollriedern war dies aber nicht genug. In zahlreichen Wortmeldungen und Rückfragen machten sie klar, dass die Skepsis bei ihnen keineswegs gewichen ist.

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