Zeit für Westersteder Zeitbank
Modellcharakter Stadtverwaltung arbeitet mit „Daheim statt Heim“ zusammen
Blick auf die Apothekervilla an der Gaststraße. Das Foto entstand während des Umbaus. Hier wurden erste Überlegungen zur Schaffung einer Zeitbank besprochen. BILD: Heiner Otto 
von Heiner Otto
Westerstede - Das Interesse ist geweckt. Schon länger beschäftigen sich in Westerstede ehrenamtlich tätige Menschen mit dem Prinzip Zeitbank. Inhaltlich ist es schnell erklärt: Menschen tun etwas für andere – zum Beispiel im Bereich Betreuung oder Nachbarschaftshilfe. Die dafür investierten Stunden werden auf einem persönlichen Zeitkonto gutgeschrieben. Dafür kann jeder Teilnehmer Gegenleistungen in Zeitstunden beziehen oder auch sein Zeitguthaben als Altersvorsorge ansparen.
Wirklich etabliert ist dieses Modell bislang erst in wenigen Städten und Kommunen. Auf ganz Deutschland geblickt, steckt es eher noch in den Kinderschuhen.
In Westerstede hat sich, wie mehrfach berichtet, der Verein „Daheim statt Heim“ mit dem ehrgeizigen Vorhaben beschäftigt, es sogar auf den Weg gebracht. Vorstandsmitglied Martina Steguweit-Behrenbeck, in Westerstede niedergelassene Rechtsanwältin, liegt eine Umsetzung der Zeitbank besonders am Herzen. In ihrer Funktion als Ratsfrau der SPD sorgte sie dafür, dass auch in den Reihen des Stadtrates parteiübergreifendes Interesse geweckt wurde.
Längst ein Thema, mit dem man sich gerade in jüngster Zeit offenbar intensiv befasst hat, ist die angedachte Zeitbank auch im Rathaus. Bereits am Montag kommender Woche befasst sich auch der Westersteder Ausschuss für Familien, Jugend, Senioren und Soziales (17 Uhr, Rathaussaal) damit. Es wird erwartet, dass das Gremium den Start eines eigenen Modellprojekts befürworten und empfehlen wird.
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