„Die sind weggefangen worden“

KATZEN Besitzer sprechen von gut zwölf Tieren – „Bevölkerung sensibilisieren“


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Ihre Katzen sind innerhalb von zwei Tagen verschwunden, sagen (von links) Hanna Steinleger, Doris Güst, Ellen Spoede und Ralf Steinleger. BILD: CLAUS STÖLTING Bild vergrößern

ALLE KATZEN SOLLEN INNERHALB VON ZWEI WOCHEN IN WIEFELSTEDE VERSCHWUNDEN SEIN, ERKLÄREN VIER BETROFFENE. ANZEIGE BEI DER POLIZEI HABEN SIE ALLERDINGS NICHT ERSTATTET.

VON CLAUS STÖLTING

Wiefelstede - „Lotte“ ist am 23. Oktober in Wiefelstede verschwunden, sagt Doris Güst. Die grau-braun getigerte, zweijährige Katze kam abends nicht wie gewohnt wieder – und ist seitdem auch nie wieder aufgetaucht. Die Besitzerin wohnt an der Breslauer Straße in Wiefelstede – wie Ellen Spoede: Ihr „Till“ verschwand bereits am 21. Oktober: Die schwarz-weiße Katze – eineinhalb Jahre alt – kam ebenfalls nicht wieder. Am selben Tag verschwand auch „Kuschel“: Die schwarz-weiße, bereits sieben Jahre alte Katze gehörte wie die beiden anderen jeweils richtig zur Familie, sagen Hanna und Ralf Steinleger aus der nicht weit entfernten Danziger Straße.

Insgesamt – so haben die Besitzer mittlerweile nach eigenen Angaben in vielen Gesprächen ermittelt – seien im Zeitraum vom 21. bis Ende Oktober gut zwölf Katzen verschwunden: alle im Bereich Hauptstraße, Wemkendorfer Weg, Kortebrügger Straße. Bei der Polizei Anzeige erstattet haben die Betroffenen allerdings nicht – und sie gehen auch nicht davon aus, ihre Katzen noch einmal wiederzusehen: „Die sind weggefangen worden“, sind sie überzeugt.

„Wir mögen uns gar nicht vorstellen, was mit den Tieren geschehen ist“, sagt Ellen Spoede. Dass die Vierbeiner nicht im Straßenverkehr umgekommen sind oder etwa vergiftet wurden, davon gehen die Besitzer aus: Zu groß ist die Zahl der verschwundenen Tiere. Güst, Spoede, und die Steinlegers hatten auch „Vermisstenanzeigen“ in Supermärkten ausgehängt und waren auf diese Art mit anderen Katzenbesitzern in Kontakt gekommen, deren Tiere verschwunden waren, bzw. die davon gehört hatten, dass Katzen verschwunden sind. So kamen sie auf eine Zahl von gut zwölf verschwundenen Tieren innerhalb von zehn Tagen – eine Häufung, die auch für Polizeikommissar Bernd Rathje, Umweltschutzbeauftragter bei der Polizei in Westerstede, kein Zufall wäre. Der Polizei sowohl in Wiefelstede als auch in Westerstede ist allerdings keine diesbezügliche Anzeige zugegangen, betonte Rathje. Auch in den vergangenen Jahren habe es eine solche Häufung von Fällen nicht gegeben – nur vereinzelt seien mal verschwundene

Katzen gemeldet worden. Der Polizeibeamte hält es in jedem Fall für sinnvoll, die Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen und die Bevölkerung zu sensibilisieren, ein „waches Auge“ auf die eigene Umgebung zu haben. Was mit weggefangenen Tieren passiert, das allerdings weiß auch die Polizei nicht, räumt Rathje ein.

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Doris Güst, Ellen Spoede sowie Hanna und Ralf Steinleger hoffen nun natürlich, dass sich aus dem Ammerland weitere Menschen melden, deren Katzen in dieser Zeit verschwunden sind – auch, um eventuell doch noch Anzeige zu erstatten. Und die Bevölkerung auf diese Art eben für das Thema zu sensibilisieren. Ellen Spoede sammelt alle „Fälle“ unter 04402/69 358.


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17.11.2009
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Leserkommentare (1)
s.ky
- 20.11.2009 14:24 Uhr
Ich kann die Ängste und Sorgen der betroffenen Tierhalter gut nachempfinden: Mir ist es vor einigen Jahren - noch in Goslar wohnend - ebenso ergangen, zusammen mit anderen Katzenhaltern der angrenzenden Straßen.
Was ich allerdings NICHT nachvollziehen kann: Wieso keine Anzeige?
Im Harz hat es damals eine "Soko Katze" gegeben, immerhin hat es danach aufgehört...
Diese miesen Katzenfänger müssen Angst bekommen, entdeckt zu werden !
Sonst geht es weiter.

siehe auch www.miau.de/wichtig/aachen.html
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