Schüler überwinden Sprachbarrieren
Bildung Gruppe der Haupt- und Realschule Leharstraße reist für internationales Projekt nach Italien
Sammelten viele neue Eindrücke in Italien: Schüler der Haupt- und Realschule Leharstraße trafen sich für ein Bildungsprojekt mit internationalen Partnerschulen. BILD: Schule 
EB
CLOPPENBURG - Von Cloppenburg nach Cavalese: Schüler und Lehrer der Haupt- und Realschule Leharstraße sind für eine Woche nach Italien gereist. Für ein Comenius-Projekt, das von der Europäischen Union gefördert wird, untersuchen sie schulische Angebote in den Bereichen Gesundheit und Sport. Bei dem Treffen mit den Partnerschulen aus Italien und Tschechien ging es um die Ziele des zweijährigen Projektes.
Die schulischen Ganztagsangebote sollen demnach verbessert werden. Dabei sollen Angebote der Tourismusbranche einbezogen sowie der europäische Gedanke und das „Wir-Gefühl“ zwischen den unterschiedlicher Nationalitäten gefördert werden.
Aufenthalt in Bozen
Die Cloppenburger waren in italienischen Gastfamilien untergebracht. Auf der Hinfahrt machte die Reisegruppe in Bozen Zwischenstation, ehe die Projektarbeit begann. Da die Arbeitssprache des Projektes Deutsch ist, mussten die Jugendlichen von der Haupt- und Realschule Leharstraße dafür sorgen, dass die Kommunikation zwischen den Nationen klappte. Trotz vereinzelter Verständigungsprobleme spürten alle, dass sie viele gemeinsame Interessen und Ziele haben. Die Projektarbeit trage dazu bei, Vorurteile abzubauen und Verständnis für andere Kulturen zu entwickeln, waren sich alle Teilnehmer einig.
Neben dem gemeinsamen Lernen standen der Besuch beim Bürgermeister in Cavalese und eine Stadtführung in Verona auf dem Programm. Bei frühlingshaften Temperaturen hatte die Reisegruppe Gelegenheit, den mittelalterlichen Stadtkern, die „Arena di Verona“, die für Opernaufführungen genutzt wird, und den berühmten Balkon am Haus der „Julia“, der Villa Capuleti, zu bestaunen. Der Genuss eines Cappuccinos auf der Piazza delle Erbe vermittelte italienisches Lebensgefühl.
Zudem erlebten die Cloppenburger eine mitreißende Aufführung der italienischen Schüler mit Musikdarbietungen und Tänzen aus verschiedenen Jahrzehnten. Im Mittelpunkt des Aufenthalts standen jedoch die Workshops. Die Jugendlichen entwickelten etwa ein gemeinsames Logo für das zweijährige Projekt, das die Zusammenarbeit der drei Schulen aus Tschechien, Italien und Deutschland symbolisieren soll. Die Arbeitsergebnisse werden in den kommenden Wochen zunächst in den einzelnen Schulen strukturiert. Dann sollen sie in Form von Zeitungsseiten dargestellt werden.
Kommunikation über Blog
Über ein für das Projekt eingerichtetes Internet-Blog arbeiten die Schüler der drei Partnerschulen zusammen, tauschen ihre Ergebnisse aus und besprechen die weiteren Schritte.
Marlene Altevers, Koordinatorin des Comenius-Projektes, erwartet einen regen Austausch zwischen den Schulen. Sie hofft, dass bis zum nächsten Treffen in Cloppenburg viele Anregungen und Ideen für das Ganztagsangebot ihrer Schule entwickelt werden und diese bei einer Ausstellung der Schulöffentlichkeit vorgestellt werden können. „Auf meine Kollegen kommt eine Menge Arbeit zu, aber die bisherigen positiven Erfahrungen im Rahmen des Austausches motivieren uns alle, mit Schwung und Elan anzupacken, um die gesteckten Ziele zu erreichen“, blickt Altevers optimistisch voraus.
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