BARßEL, 20. Februar 2010


Aus Feriendorf wird Wohnbebauung

Projekt Gemeinde will ehemaliges Schulgrundstück am Barßeler Fasanendamm vermarkten


Vielerlei Pläne reiften im Laufe der Zeit um das Filetgrundstück beim Barßeler Hafen. Nun sollen hier nach den Plänen der Gemeinde Barßel demnächst 20 Bauplätze entstehen.

von Hans Passmann

Barßel - Über viele Jahre behandelte nicht nur die Verwaltung, sondern auch die politischen Gremien der Gemeinde Barßel das ehemalige Schulgrundstück zwischen Fasanendamm und Deichstraße in Barßelermoor als Juwel. Viele nannten die Fläche, die direkt gegenüber dem Barßeler Bootshafen liegt, ein „Filetstück“, das auf gar keinen Fall verkauft werden dürfte.

Doch das „Schmuckstück“ hat im Laufe der Zeit etliche Kratzer bekommen. Viele Jahre wollte die Gemeinde Barßel dieses Areal als „Ferienhausgebiet“ vermarkten. Auch an die Errichtung eines Luxushotel mit riesigem Wellnessangebot war gedacht. Es gab auch Interessenten. Doch so richtig wollte kein Investor oder Interessant an das „Filetstück“ anbeißen.

„Bauen Sie Ihr Seemannsdorf direkt im Urlaubsparadies am Hafen von Barßel“: Mit diesem Slogan warb die Gemeinde seit Jahren um Interessenten. Große Hinweisschilder an den Ortseingängen sollten bei der Vermarktung der Fläche helfen.

„Es wäre schön gewesen, wenn dort ein Ferienhausgebiet entstanden wäre. Doch es hat bisher nicht geklappt“, sagt Bürgermeister Bernd Schulte. Ganz hat man sich von diesem Gedanken zwar noch nicht verabschiedet. Doch die Brachfläche soll nun endgültig genutzt werden und zwar für eine Wohnbebauung.

„Darauf haben wir uns in den politischen Gremien verständigt. Es muss etwas passieren“, sagt der Bürgermeister. Es sei denn, über Nacht kommt noch ein Investor für ein Feriendorfgebiet. Dann geht das Spiel von vorne los.

Das mit der Planung beauftragte Büro Grünefeld und Wessels aus Altenoythe hat schon einmal einen ersten Plan für eine Wohnbebauung erarbeitet. Danach sollen auf der rund zwei Hektar großen Fläche etwa 20 Bauplätze entstehen. Ein Teil der Fläche soll weiter als Stellplatz für Wohnmobile dienen.

Die Erschließung der Baugrundstücke ist über den ausgebauten „Fasanendamm“ mit entsprechenden Stichstraßen vorgesehen. Vor mehr als 25 Jahren wurden dort schon die Schmutzwasserkanalisation für damals noch eine Millionen Mark „verbuddelt“. Allerdings für das Ferienhausgebiet. „Vielleicht können wir ein Teil der Leitungen für das Wohngebiet nutzen. Alle sicherlich nicht mehr. Außerdem muss geprüft werden, ob die fast 25 Jahre alte Kanalrohre noch in Ordnung sind“, so Bernd Schulte.

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Wer das künftige Barßeler Wohngebiet erschießt, steht ebenfalls noch nicht fest. „Das können wir selbst sein oder ein Investor. Hauptsache, es passiert jetzt etwas“, so Bürgermeister Bernd Schulte.






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