ELISABETHFEHN, 20. März 2010


Wichtige Patente kommen aus E’fehn

Ausstellung Moor- und Fehnmuseum eröffnet Sonderschau zur Industrialisierung in der Torfindustrie


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Konzentrierte Zuhörer: Die Diplom-Biologin Antje Hoffmann (links) führte die Besucher um die SPD-Landtagsabgeordnete Renate Geuter (2. von links), den Ratsherrn Johannes Loots (BFB, von rechts) und Bürgermeister Hubert Frye in die Geschichte des Torfabbaus mit dem Mischwerk des „kleinen Strenge-Baggers“ (Mitte) ein. BILD: Gerrit Pfennig  Bild vergrößern

Dr. Gustav Schünemann stellte die Erfindungen von Strenge und Wielandt vor. Sie hatten großen Anteil an der Entwicklung.

von Gerrit Pfennig

Elisabethfehn - Viele kennen Oltman Wurb Strenge und Dr. Wilhelm Wielandt von Straßenschildern in Elisabethfehn. Welche Bedeutung diese beiden Männer für die Indus­trialisierung der Torfgewinnung hatten, macht seit Freitag eine neue Sonderausstellung des Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn deutlich. Unter dem Titel „Die Entwicklung der industriellen Torfgewinnung im Oldenburger Land“ zeigt sie historische Exponate wie das Mischwerk eines „kleinen Strenge-Baggers“.

Der Museumsleiter Dr. Gustav Schünemann räumte gleich zu Beginn seines Vortrages über die beiden „Moorpioniere“ mit einem Irrtum auf: „Oltman Strenge schreibt sich mit einem n.“ Die Beschilderung der „Oltmann-Strenge-Straße“ sei deshalb falsch. In seinem Vortrag vor rund 50 Zuhörern aus Kommunal-, Kreis- und Landespolitik, beschrieb Schünemann die enorme Leistung der beiden Männer. Die weltweite industrielle Torfgewinnung „wäre ohne ihre Erfahrungen, Patente und Maschinen nicht möglich gewesen“.

In Elisabethfehn sind nun die Erfindungen von Strenge und Wielandt zu sehen. Verschiedene Firmen der Torfindustrie spendeten dem Museum Exponate, Bilder und Informationen. Das Museum erfülle mit diesen Ausstellungsstücken die Standards, erklärte Antje Hoffmann, die wissenschaftliche Mitarbeiterin, bei der Eröffnung. „Ein richtiges Museum im Sinne dieser Standards, hat als Ort lebenslangen Lernens einen Bildungsauftrag“, betonte sie.

Mit der Sonderausstellung im Moor- und Fehnmuseum wird die Geschichte der Industrialisierung auf dem Gebiet des Torfabbaus mit den Maschinen, die der Gewinnung von Torf und Torfkoks dienten, im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“. Die Sonderausstellung in Elisabethfehn (Oldenburger Straße 1) ist noch bis zum 31. Oktober zu sehen.

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