Dr. Schünemann ist jetzt Ehrenmitglied
Auszeichnung Orts- und Verschönerungsverein würdigt jahrelange Arbeit seines Gründers
von Hans Passmann
Elisabethfehn - Es war ein bewegender Moment für Dr. Gustav Schünemann aus Elisabethfehn, als er vom Vorstand des Orts- und Verschönerungsverein (OVE) zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt wurde. Dazu trafen sich zahlreiche Vereinsmitglieder und Gäste in der Teestube des Moor- und Fehnmuseums. Keinen Ort hätte man für die Ehrung und Auszeichnung besser wählen können, als die Räumlichkeiten des Museums.
„Die Auszeichnung erfolgt in Anerkennung für seine Verdienste um den Verein“, sagte Geschäftsführer Ludwig Juknat in der Laudatio. Der 80-jährige Doktor der Pilzkunde sei das letzte noch lebende Gründungsmitglied. Gleich zu Beginn im Jahre 1968 übernahm Dr. Schünemann im Verein das Amt des Geschäftsführers und übte es bis zum Jahr 2000 aus. „In dieser Zeit hat sich der ehemalige Museumsdirektor nachdrücklich für die Belange der Ortschaft Elisabethfehn eingesetzt und hat viele Spuren am Elisabethfehnkanal hinterlassen, meinte Juknat. Der Geschäftsführer ging ausführlich auf das langjährige Wirken des neuen Ehrenmitgliedes ein.
Bei der Gründung des OVE habe man nicht ahnen können, welche Erfolgsgeschichte im Laufe der Jahre folgen sollte. Juknat erinnerte daran, das der wiederbelebte Elisabethfehnkanal, das Barßeler Hafenfest, das Moor- und Fehnmuseum, die Deutsche Fehnroute, der Touristikverein, die Verhinderung des Bombenabwurfplatzes im Westermoor oder auch der Campingplatz des Ortes unmittelbar mit dem Namen Dr. Gustav Schünemann verbunden seien. Als Elisabethfehn 1980 das 100-jährige Dorfbestehen feierte, stifteten Familien Gerätschaften zur Moorkultivierung. Daraus entstand die Museumsidee und Dr. Schünemann setzte die Idee in die Tat um.
„Das Museum hat das Leben von Dr. Schünemann entscheidend beeinflusst“, meinte der OVE-Geschäftsführer. Es sei das Lebenswerk des leidenschaftlichen Zigarrenrauchers. Die Leitung des Museums hat Schünemann wie berichtet – am 31. Oktober 2011 abgegeben. In seinen Dank schloss Jukant auch die Ehefrau des Ehrenmitgliedes, Christa Schünemann, mit ein. Sie habe ihren Mann stets den Rücken gestärkt. Auch
Barßel Bürgermeister Bernd Schulte fand ebenso lobende Worte.
„Ich bin sehr dankbar für die Auszeichnung mit der Ehrenmitgliedschaft. Die Urkunde wird einen ehrenvollen Platz in meinem Haus erhalten. Jetzt bin ich ja auch noch beitragsfrei“, scherzte und freute sich Dr. Gustav Schünemann.. Doch ganz vom Museum könne er nicht lassen. Das Archiv will er auch im Ruhestand weiter pflegen.
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