Für den Garten bleibt nicht mehr viel Zeit
Heimatliebe Brigitte Siebum: Aus Wanne-Eickel nach Elisabethfehn
Brigitte Siebum aus Elisabethfehn sagt von sich, sie habe eine soziale Ader und helfe gerne. BILD: Heinz-Josef Laing 
von Heinz-Josef Laing
Elisabethfehn - Brigitte Siebum (53) ist in ihren Heimatort verliebt. Das Leben im Dorf sei „wunderschön“. Die Nachbarschaft funktioniere gut. Von der Anonymität einer Großstadt sei hier am Elisabethfehnkanal nichts zu spüren.
Brigitte Siebum ist zunächst in Wanne-Eickel bei Bochum im Ruhrgebiet aufgewachsen und zog im Jahr 1966 mit ihren Eltern nach Kamperfehn. Von dort stammte die Familie ursprünglich, war jedoch 1948 aus Mangel an Arbeitsplätzen ins Ruhrgebiet abgewandert, wo der Vater im Bergbau arbeitete.
Im Alter von 15 Jahren lernte sie ihren späteren Ehemann Bernhard Siebum aus Elisabethfehn kennen, lebte zunächst mit ihm einige Jahre in Oldenburg, bevor das Paar erst nach Harkebrügge zog und ab 1979 die Fleischerei seiner Eltern in Elisabethfehn führte. Die Selbstständigkeit endete 1990. Brigitte Siebum ist gelernte Industriekauffrau. Inzwischen ist sie als Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Barßel tätig. Ihre beiden erwachsenen Kinder leben längst auf eigenen Beinen und haben eigene Kinder.
Brigitte Siebum: „Zeit für eigene Hobbys habe ich eigentlich nicht.“ Das leuchtet ein, denn so nebenbei engagiert sich die Elisabethfehnerin als ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Barßel, kümmert sich im Sportverein Viktoria Elisabethfehn mit anderen Freiwilligen um die Organisation des Weihnachtsmarktes oder um das Kinderfest in Barßel. Brigitte Siebum: „Ich habe eine soziale Ader, bin ein offener Mensch und mag gerne planen und helfen.“
Das Loblied auf Elisabethfehn singt Brigitte Siebum gerne und aus Überzeugung. Der Ort biete alles, was zum Leben benötigt werde. Entsprechende Einzelhandelsgeschäfte seien vorhanden, die Wege also eher kurz. Brigitte Siebum setzt zur Bewältigung des Alltags vor allen Dingen auf eine funktionierende Nachbarschaft: „Wenn gegenseitige Hilfe benötigt wird, sind die Menschen füreinander da.“ Auch wenn die 53-Jährige die plattdeutsche Sprache nicht beherrscht, hat sie im Dorf keine Verständigungsprobleme: „Das wird akzeptiert, denn ich verstehe ja alles.“
Wenn Brigitte Siebum nach dem Feierabend bei der AWO nach Hause kommt, wartet auf sie ein großer Ziergarten. 2500 Quadratmeter ist der groß – und er will ständig gepflegt sein. Das erledigt die Elisabethfehnerin ganz locker nebenbei.
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