CDU will gymnasiales Angebot
Oberschule Parteienspitzen beraten in Barßel – Keine Gefährdung für Ramsloh
von Hans Passmann
Barßel - Über die Möglichkeit eines gymnasialen Angebots in Barßel haben am Wochenende die CDU-Spitzen beraten. Die Gemeinde Barßel hat – wie berichtet – beim Landkreis Cloppenburg die Einrichtung einer Oberschule aus einer fusionierten Haupt- und Realschule mit einem gymnasialen Zweig beantragt.
„Konkurrenz“
Kreistagspolitiker befürchten allerdings, dass das Laurentius-Siemer-Gymnasium (LSG) in Ramsloh unter einer „Konkurrenz“ in Barßel leiden und möglicherweise im Bestand gefährdet werden könnte. Die Bedenken wies der Fraktionsvorsitzende der CDU im Rat der Gemeinde Barßel, Ludger Elsen, am vergangenen Wochenende auf einer gemeinsamen Informationsveranstaltung der CDU-Fraktion und des CDU-Gemeindeverbandes im Hotel Niehaus zurück.
Dazu eingeladen hatte die CDU Barßel den Bundestagsabgeordneten Franz-Josef Holzenkamp, die Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley und Clemens gr. Macke sowie die Kreistagsabgeordneten sowie Landrat Hans Eveslage. „Das Zahlenwerk, das wir nach prognostizierten Schülerzahlen bis zum Schuljahr 2021/2022 erstellt haben, spricht eine eindeutige Sprache. Danach würde der Einrichtung einer zweizügigen Oberschule mit gymnasialem Angebot am Schulzentrum Barßel nichts entgegenstehen und ist jederzeit gewährleistet“, erläuterte Fraktionsvorsitzender Elsen. Die Zweizügigkeit des LSG in Ramsloh wäre in keiner Weise gefährdet und sei jederzeit gesichert, auch bei rückläufigen Schülerzahlen. „Wenn dann nur noch 15 bis 20 Schüler eines Jahrgangs aus Barßel das Gymnasium im Saterland besuchen, wäre die Existenz des LSG nie in Frage gestellt“, so Elsen.
„Ich möchte das Zahlenwerk nicht in Frage stellen. Aber wir sind gerade dabei, die Schülerzahlen der Gemeinde Barßel bei uns im Kreishaus zu überprüfen. Dabei geht es auch darum, mit welcher Übergangsquote man rechnet. Im April wird dann der Kreistag über den Antrag der Barßeler Gemeinde entscheiden“, sagte Landrat Hans Eveslage. Die Zahlen seien nicht das einzige Kriterium. Eine wichtige Rolle spiele auch die Qualität des Schulangebots.
Große Bedenken hatte der Landrat gegen eine mögliche Einzügigkeit. Das wollten die Eltern sicherlich nicht. „Stimmen die Zahlen der CDU Barßel, dann kann man sicherlich über die Standorte Barßel und Saterland nebeneinander nachdenken. Dann werden wir auf dem Schulsektor den Nordkreis stärken. Für mich ist es aber noch wichtig, die Vergleichszahlen des Landkreises zu erfahren“, meinte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Rat der Gemeinde Saterland, Leonhard Rosenbaum.
„Gute Perspektive“
„Für mich geht es ausschließlich um die Qualität des Schulangebots für die Kinder. Sollte in Barßel die Zweizügigkeit gegeben sein, sehe ich für das gymnasiale Angebot gute Perspektiven“, betonte Franz-Josef Holzenkamp als CDU-Kreisvorsitzender. Ramsloh dürfe aber nicht gefährdet werden. Keine Zweifel an den Zahlen seiner Partei hatte der stellvertretende Landrat Hartmut Frerichs. „Die werden sich so entwickeln und das bedeutet für Barßel ein gute Perspektive für die Zweizügigkeit“, meinte Frerichs.
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