ELISABETHFEHN, 9. Februar 2012


Eisdecke ist nicht mehr sicher

Elisabethfehnkanal Behörde ließ Wasser ab – Schlittschuhläufer sind verärgert


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Sind traurig, weil sie das brüchige Eis auf dem Kanal nicht mehr betreten können (von links): Leon Dirks, Niklas Dirks, Talea Müller, Jolanda Müler und Niklas Menke. BILD: Heinz-Josef Laing  Bild vergrößern

An der Schleuse in Dreibrücken wurden Reparaturen vorgenommen. Die Behörde hatte die Anwohner am Elisabethfehnkanal jedoch nicht im Vorfeld über ihre Arbeiten informiert.

von Heinz-Josef Laing

Elisabethfehn - Weil das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Meppen am vergangenen Dienstagabend Wasser aus dem Elisabethfehnkanal durch die Schleusentore in Dreibrücken abgelassen hat, ist die feste Eisschicht des Kanals eingebrochen. Seitdem ist auf mehreren Kilometern Länge des Kanals das Betreten der Eisfläche nicht mehr möglich. Anwohner und viele Kinder sind verärgert, weil sie nun nicht mehr auf dem Kanal Schlittschuhlaufen können.

Andreas Menke (41) und sein Sohn Niklas (elf) leben an der Schleusenstraße direkt am Kanal. Der Vater sagt: „Die Kinder sind die ganzen letzten Tage auf dem Eis gewesen, haben dort gespielt und hatten viel Spaß. Das ist nun leider vorbei.“ Sohn Niklas: „Wir haben den Schnee vom Eis geschoben, damit wir Hockey spielen konnten. Das hat fast einen ganzen Tag gedauert. Und jetzt können wir nicht mehr auf das Eis. Das ist sehr schade.“ Jolanda Müller (zehn) sieht das ähnlich: „Wir konnten seit Sonnabend auf das Eis. Das ist gemein, dass das jetzt nicht mehr geht.“ Und Niklas Dirks (zehn) ergänzt: „Ich finde das blöd, denn wir müssen jetzt alle extra nach Bucksande fahren.“ Dort kann auf dem Nordloher Tief gelaufen werden.



Auch Torsten Willhaus (38) lebt am Elisabethfehnkanal. Und auch er ärgert sich: „Ich kann das nicht nachvollziehen. Am Dienstag war noch alles in Ordnung. Dann wird das Wasser abgelassen, ohne dass es dazu eine Information gab.“ Andreas Menke sieht durchaus Gefahren in dem Handeln der Behörde: „Das Wasser wurde ohne Vorwarnung abgelassen. Da hätten leicht Menschen auf dem Eis in Gefahr geraten können.“

Die NWZ  fragte beim Wasser- und Schifffahrtsamt in Meppen nach. Behördenleiter ist Holger Giest. Der Baudirektor erklärte am Mittwoch, Mitarbeiter seiner Behörde hätten an der Schleuse in Dreibrücken Reparaturen vornehmen und dazu ein Schleusentor entfernen müssen. Dadurch sei es zu dem umfangreichen Wasserabfluss gekommen. Holger Giest: „Durch das Absenken des Wasserstandes ist das Eis auf dem Kanal brüchig geworden. Allerdings läuft der Kanal jetzt wieder voll.“ Dennoch sei das Betreten der Eisfläche derzeit nicht möglich.

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