Bösel braucht neue Gewerbeflächen
Wirtschaft An Glaßdorfer Straße alle Areale verkauft oder reserviert – Metallbautrieb für Ansiedlung gesucht
von Anja Biewald
Bösel - Alle Gewerbeflächen in Bösel sind entweder reserviert oder schon verkauft. Eine Entwicklung, mit der Bürgermeister Hermann Block zufrieden sein kann. Im Umkehrschluss bedeutet das aber natürlich, dass sich die Politik nun darüber Gedanken machen muss, wo und in welchem Umfang sie in Bösel neue Gewerbeflächen ausweisen können.
„Wir haben eine verstärkte Anfrage für Bösel, im Gewerbegebiet in Petersdorf sind aber noch dreieinhalb Hektar offen“, erläuterte Block am Montag. Aber auch für Petersdorf lägen einige Anfragen für Gewerbeansiedlungen vor. Aber unabhängig von den Entwicklungsmöglichkeiten in Petersdorf sei es wichtig, Flächen für weitere Ansiedlungen in Bösel vorzuhalten. Ein schwieriges Unterfangen: „Wir stoßen in allen Richtungen an landwirtschafliche Emissionen.“
Verkauf aller Flächen
350 000 Euro plant die Gemeinde Bösel in diesem Jahr als Einnahme aus dem Verkauf von Gewerbeflächen in Bösel ein: „Wir beabsichtigen, alle Flächen zu verkaufen“, so der Bürgermeister. 9000 Quadratmeter im Gewerbegebiet an der Glaßdorfer Straße hat die Gemeinde Bösel reserviert für die Ansiedlung eines Metallbaubetriebes. „Wir haben dafür noch niemanden, sind aber aktiv auf der Suche – auch unter Einbeziehung der Wirtschaftsförderung“, erläutert Block das Vorgehen.
Synergieeffekte nutzen
An der Glaßdorfer Straße soll gezielt ein Metallbaubetrieb angesiedelt werden, weil die FM Unternehmensgruppe in der Nachbarschaft nach einem Zulieferer sucht. „So könnten beide Unternehmen Synergieeffekte nutzen und vom jeweils anderen profitieren“, meint Block.
Für den Erwerb von Grundstücken und Gebäuden plant die Gemeinde für dieses Jahr einen Haushaltsansatz von 400 000 Euro ein. Darin enthalten sind noch keine Mittel für den Kauf potenzieller neuer Gewerbeflächen in Bösel. „Dann müssten wir eventuell einen Nachtragshaushalt machen.“
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