Ein klares Nein zum „Fracking“
Energie „Die Linke“ protestiert vor Bohrstelle – Warnung vor Risikopotenzial
Der linke Abgeordnete im neuen Kreistag Vechta Kreistag Ralf Kache (3. von rechts), bei einem Ortstermin vor der „ExxonMobil“-Bohrstelle in Cappeln-Bokel, wird sich für ein Verbot der Erschließung unkonventioneller Lagerstätten einsetzen BILD: Michael von Klitzing 
EB
Cappeln - Für ein Verbot des Fracking im heimischen Raum haben sich Mitglieder der Partei „Die Linke“ aus den Kreisverbänden Cloppenburg und Vechta bei einer Demonstration vor der „ExxonMobil“-Bohrstelle Z 3 in Cappeln-Bokel ausgesprochen. Ihrer Auffassung nach ist die Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten mit Hilfe von „Fracking“ mit hohen Risiken für die Bevölkerung und die Umwelt, insbesondere das Trinkwasser, verbunden.
Gefahren für Grundwasser
Gefahren, so heißt es in einer Pressemitteilung der Partei, gehen vor allem von der „Frac-Flüssigkeit“ aus, die in sehr großen Mengen anfällt. Dem „Frac-Wasser“ werden Chemikalien beigemischt, die das Oberflächen- und Grundwasser irreversibel verschmutzen können. In den USA, wo unkonventionelles Erdgas großflächig gefördert wird, kam es durch „Fracking“ zu Unfällen wie Vergiftung des Trinkwassers, Explosionen und Erdstößen. Das soll sich nach dem Willen der Partei bei uns nicht wiederholen. Die Kritik der „Linken“ wendet sich gegen einen hohen Flächenverbrauch, Lärm und ein großes Aufkommen von Schwerlastverkehr seien Begleiterscheinungen von „Fracking“-Projekten.
Förderung besser sichern
Doch nicht nur „Fracking“ ist mit hohen Risiken für die Bevölkerung und die Umwelt verbunden. Auch bei der Förderung von Erdgas aus konventionellen Lagerstätten können gefährliche Substanzen in das Trinkwasser gelangen. Radioaktive Substanzen und giftige Stoffe wie Benzol oder Quecksilber dringen möglicherweise über das Lagerstättenwasser (in Gesteinsporen neben dem Erdgas befindliches Wasser) in das Oberflächen- und Grundwasser ein. Vielerorts laufen die Betroffenen Sturm.
Weiter heißt es in der Erklärung: In den USA, in Kanada, in Südafrika und in der Schweiz liegen nach Protesten „Fracking-Vorhaben“ auf Eis. In Frankreich soll „Fracking“ ganz verboten werden. In Deutschland haben sich viele Bürgerinitiativen gegründet, die mit Betreibern von Wasserwerken und Umweltverbänden gegen „Fracking“ protestieren.“ Der bestehende Rechtsrahmen sei völlig unzureichend, um umfassende Beteiligungsrechte sicherzustellen und die Belange von Betroffenen und Umwelt angemessen zu berücksichtigen.
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