CLOPPENBURG, 17. März 2011


Fünf hiesige Kliniken sagen MRSA-Keim den Kampf an

Gesundheit Erreger werden von Patienten unbewusst in die Krankenhäuser getragen


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Vertreter der Krankenhäuser Cloppenburg, Emstek, Friesoythe, Löningen und Vechta arbeiten gemeinsam mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg und dem NLGA in einem Netzwerk zur Bekämpfung von MRSA-Keimen zusammen. BILD: Ansgar Meyer  Bild vergrößern

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Cloppenburg - Die unter dem Dach der Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland geführten vier Krankenhäuser – St. Josefs-Hospital Cloppenburg, St. Antonius-Stift Emstek, St. Anna-Stift Löningen und St. Marien-Hospital Vechta – sowie das Krankenhaus St. Marien-Stift Friesoythe haben sich gemeinsam mit dem Gesundheitsamt des Kreises Cloppenburg einem Netzwerk zur Bekämpfung von MRSA-Keimen (Methicillin Resistente Staphylokokkus aureus) angeschlossen. Unter Koordination des Landesgesundheitsamtes (NLGA) arbeiten in dem Projekt „EurSafety Health-Net“ Kliniken und Gesundheitsämter des Weser-Ems-Gebietes mit den niederländischen Kollegen in der Dollart-Region zusammen, um von den dortigen Erfahrungen zu profitieren.

In den Niederlanden tritt MRSA deutlich seltener auf als in Deutschland. Ziel der Bemühungen ist es deshalb, durch den grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch und die Etablierung spezieller Hygienemaßnahmen in Krankenhäusern, die Patientensicherheit zu erhöhen. Die Einbeziehung der Rettungsdienste, Gemeinschaftseinrichtungen sowie der niedergelassenen Ärzte ist in einem weiteren Schritt geplant.

Nachdem die fünf Kliniken bereits im Oktober 2010 dem Netzwerk beigetreten waren, trafen sich jetzt die Geschäftsleitungen und die zuständigen Hygienefachkräfte auf Einladung des Gesundheitsamtes zu einem ersten Arbeitstreffen im Kreishaus Cloppenburg. „Um erst einmal einen Überblick über die Verbreitung von MRSA bei Krankenhauspatienten zu erhalten, sollen an fünf Werktagen vom 23. bis 27. Mai bei allen neuaufgenommenen Patienten Nasen-Rachenabstriche genommen werden, die dann laborchemisch auf MRSA untersucht werden“, informiert Dr. Daniel Tabeling, stellvertretender Leiter des Cloppenburger Gesundheitsamtes. Darauf basierend würden in regelmäßig anberaumten regionalen wie überregionalen Arbeitstreffen hygienerelevante Maßnahmen in den Krankenhäusern implementiert. Bei Erreichen der Qualitätsziele erfolge eine Zertifizierung der Kliniken.

Gerade in Krankenhäusern sei MRSA sehr gefürchtet, weil dort viele schwer kranke Menschen behandelt würden, die für diesen Keim besonders empfänglich seien. So komme es in stationären Einrichtungen immer wieder zu schweren Infektionen mit MRSA. „Fälschlicherweise wird in der Öffentlichkeit oft von „Krankenhauskeimen“ gesprochen. Dabei entstehen Keime wie MRSA nicht in Kliniken, sondern werden von den Patienten unbewusst eingetragen.“

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