Langer Weg zur „gerechteren Gesellschaft“
Kommunalwahl Michael von Klitzing kandidiert für Die Linke – Früher „Grüner“
Cloppenburg - Einen politischen Farbwechsel hat Michael von Klitzing selbst schon hinter sich. Der 64-Jährige war 25 Jahre Mitglied bei den Grünen, saß für sie von 1991 bis 1996 sogar im Stadtrat. 2006 trat er in die WASG ein, die 2007 zur Partei „Die Linke“ wurde. Nun tritt Michael von Klitzing, der Vorsitzender des Kreisverbandes Cloppenburg ist, für „Die Linke“ bei den Stadtrats- und Kreistagswahlen an.
„Die politische Zielsetzung ist der lange Weg in Richtung einer gerechteren Gesellschaft“, heißt es vielversprechend auf der Webseite der Partei. Von Klitzing will „Alternativen für eine soziale und ökologische Politik“ anbieten. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern will die Linke daran arbeiten, dass niemand in Cloppenburg in die soziale Isolation gedrängt werde. „Hartz IV demütigt Erwerbslose und grenzt sie aus.“
Von Klitzing, Vater zweier Kinder, setzt etwa auf die Sozialcard: „Mit dieser sollten Hartz-IV-Bezieher und Einkommensschwache den Öffentlichen Nahverkehr nutzen können“, heißt es, denn: „Wer von Mobilität ausgeschlossen ist, dem wird der Zugang zur Gesellschaft verwehrt.“ Umsonst solle die Karte allerdings nicht sein.
„In Cloppenburg stinkt’s uns schon lange“, wettert von Klitzing gegen „ausufernde“ Massentierhaltung und Stallbauten. Die Tierdichte im Landkreis Cloppenburg müsse verringert werden.
„Die Oberschule ist Etikettenschwindel“, kritisiert der Pädagoge auf dem Themenfeld Bildung: Kinder bräuchten mehr Freiräume statt Selektionsdruck. Dafür seien mehr Gesamtschulen notwendig.
Die erhöhte Krebssterblichkeitsrate im Süden Cloppenburgs solle „endlich ernst genommen werden“. Es sei das Verdienst der Bürgerinitiative VVC, dass „die Gefährdung der Bevölkerung“ durch die Mülldeponie Stapelfeld öffentlich gemacht worden sei. Das Engagement des VVC sei „von unschätzbarem Wert für die Gesundheit der Bewohner in Cloppenburgs Süden“.
Deshalb unterstütze die Linke die Initiative. Deutlich kritisiert er: Bisher sei „ohne hinreichende Ursachenforschung“ die Schlussfolgerung gezogen worden, dass die Deponie nicht für die erhöhte Krebssterblichkeit verantwortlich sei.
Zur Einstimmung auf die Kommunalwahl veranstalten die Linken am Sonnabend, 10. September, ihre zweite „Hammerschmidt-Walparty“ ab 20 Uhr im Wirtshaus zum Löwen in Cloppenburg. Von Klitzing ist live am Bass zu erleben.
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