CLOPPENBURG, 8. Februar 2012


TV Cloppenburg beharrt auf Typ-B-Anlage im Stadion

Leichtathletik Verein will je sechs 100- und 400-Meter-Bahnen an der Friesoyther Straße realisieren


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Bernd Havermann BILD: Thi  Bild vergrößern

Zahlreiche Bürger und Politiker waren zur öffentlichen Vorstellung der TVC-Pläne gekommen. Grünen-Fraktionschef Jäger sieht eine „Grundlage für eine Entscheidung“ im Stadtrat.

von Theo Hinrichs

Cloppenburg - Zahlreiche Bürger und Stadtratsmitglieder haben am Montagabend der Leichtathletik-Präsentation des TV Cloppenburg in der Gaststätte Wienken beigewohnt. Eingeladen hatte der TVC auch Vereine wie den SV Molbergen und den VfL Löningen, die bereits über erfolgreiche Leichtathletikabteilungen verfügen. Wie berichtet, will der TVC eine wettkampffähige Anlage des Typs B (jeweils sechs 100- und 400-Meter-Bahnen) im Stadion an der Friesoyther Straße bauen.

„Es geht nicht um eine Konfrontation, sondern um Sachlichkeit und finanzielle Möglichkeiten. Wir bieten dem BV Cloppenburg eine gute Zusammenarbeit an“, erklärte TVC-Chef Bernd Havermann. Die Fußballer halten – wie berichtet – die Pläne des TVC für unvereinbar mit ihrem Trainings- und Spielbetrieb. Das machte BVC-Geschäftsführer Herbert Schröder noch einmal deutlich.

Vier verschiedene Modelle stellte der 2. Vorsitzende des TVC, Klaus Middendorf, vor. Fachleute wie auch die anwesenden Schulvertreter sprachen sich anschließend gegen eine Anlage des Typs C (jeweils nur vier 100- und 400-Meter-Bahnen) aus. „Es geht im Endeffekt um 2,44 Meter an jeder Seite“, machte Hartwig Thobe, Kreisfachwart Leichtathletik, den Unterschied deutlich.

Die Gesamtkosten der Leichtathletikanlage Typ B belaufen sich auf 400 000 Euro. Davon übernimmt der TVC eine Eigenbeteiligung in Höhe von 80 000 Euro. Die Stadt müsste 180 000 Euro aufbringen. Zuschüsse des Landkreises in Höhe von 60 000 Euro und des Landessportbundes in Höhe von 80 000 Euro würden die Finanzierung sichern. Die große Mehrheit der anwesenden Besucher war sich einig, dass die Leichtathletikanlage vom Typ B in das Stadion gehört. Damit könnten auch die Bestrebungen von UWG, SPD und Grünen nach einem multifunktionalen Sportpark im Stadion realisiert werden.

In seiner ersten Stellungnahme ging CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann Schröer von einer Ablehnung einer Leichtathletikanlage des Typs B im Stadion aus. Der Schulsport solle mit einer Anlage des Typs C im Stadion bleiben. Und als Alternative für die Anlage des Typs B – so Schröer weiter – müsse das Gelände bei den berufsbildenden Schulen am Cappelner Damm im Auge behalten werden. Schröer berief sich dabei auf die Aussage des Oldenburger Fachplaners Hans-Jürgen Flemming, der eine Typ-B-Anlage im Stadion nicht als realistisch ansieht.

Im Laufe der Diskussion relativierte Schröer seine Meinung. „Wenn die Möglichkeit besteht, dass eine Typ-B-Anlage im Stadion gebaut werden kann, bin ich der Letzte, der dagegen ist.“

Grünen-Fraktionschef Michael Jäger bedankte sich beim TVC für die Vorstellung des Konzeptes. „Jetzt haben wir endlich mal eine Grundlage, auf der wir Entscheidungen treffen können.“ Der Stadtrat tagt am 27. Februar.

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