ESSEN, 1. Februar 2012


Ortsumgehung: Baubeginn 2012

Straßenverkehr Riesenfreude bei Kettmann, Holzenkamp und gr. Macke


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Clemens gr. Macke, Georg Kettmann und Franz-Josef Holzenkamp (von links) warfen noch einmal einen Blick auf den Plan für die Ortsumgehung. BILD: Peter Linkert  Bild vergrößern

Es hat lange gedauert, aber jetzt ist es soweit. Für Essen gibt es ganz neue Perspektiven.

von Peter Linkert

Essen - Mit dem Bau der Essener Ortsumgehung im Verlauf der Bundesstraße 68 soll noch dieses Jahres begonnen werden. Das haben der Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp, der Landtagsabgeordnete Clemens gr. Macke und Bürgermeister Georg Kettmann (alle CDU) am Dienstag im Essener Rathaus hocherfreut bekannt gegeben. Rund 12,6 Millionen Euro wird der Bund in den Bau investieren. Wann die Umgehung freigegeben wird, könne noch nicht definitiv gesagt werden, es könne aber von einer mehrjährigen Bauzeit ausgegangen werden.

Die Trasse wird von der Cloppenburger Anfahrt aus betrachtet bei der Ortschaft Barlage von der jetzigen B 68 nach Westen verschwenken, um dann in einer leichten Linkskurve über die alte Trasse und die Bahnstrecke zu führen. Dann geht es in einem leichten Trog durch den Esch, auf einer neuen Brücke über die Lager Hase und dann im Bereich der so genannten Todeskurve wieder auf den alten Straßenverlauf. Ob die entstehende höhengleiche Kreuzung mit der Landesstraße in Richtung Vechta mit einem Kreisverkehr oder einer Ampel geregelt wird, sei noch unklar, so Kettmann.

Erste Planungen für die Umgehung wurden bereits vor rund 40 Jahren aufgenommen. Nachdem Essen schon fast den Zuschlag für den Bau bekommen hatte, wurde das Projekt verschoben, weil man sich in der Ortschaft und umzu nicht ganz einig gewesen sei, bestätigten gr. Macke und Kettmann.

Dass es jetzt soweit sei, sei vor allem der konzertierten Arbeit der beteiligten Politiker sowie dem Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann zu verdanken, der sich sehr für den Bau der Ortsumgehung stark gemacht habe, so Holzenkamp und gr. Macke. Große Verdienste um den jetzigen Zuschlag habe auch Klaus Haberland, Leiter der Niedersächsischen Straßenbaubehörde (Straßenbauamt) in Lingen.

Für Essen bedeutet der jetzt genehmigte Bau eine Entlastung der vor allem im alten Ortskern engen Durchfahrt vor allem vom Schwerverkehr. Zusammen mit der ebenfalls geplanten Nordwest-Tangente werde es auch gelingen, den Verkehr aus beziehungsweise nach Löningen aus dem Ortskern zu verbannen. Im Zusammenhang mit dem Dorferneuerungsprogramm, in dem sich Essen derzeit befinde, und privaten Investitionen könnte sich der Ortskern völlig neu gestalten. Pläne lägen schon seit Langem vor, so Kettmann. Nun müsse man sehen, was sich realisieren lasse.

Der Bau der Ortsumgehung wird durch ein ähnliches Projekt in Badbergen ergänzt. Wenn beide Baustellen erledigt sind, bietet die Bundesstraße 68 eine Verbindung in Richtung Osnabrück beziehungsweise umgekehrt, die weitgehend von Ortsdurchfahrten frei ist.

Die Mittel für den Bau stammen aus einem Förderprogramm des Bundes über eine Milliarde Euro für den Ausbau von Straßen, Schienen- und Wasserwegen. Niedersachsen sei dabei sehr gut weggekommen. Neben dem Ausbau der genannten Ortsdurchfahrten werde der sechsspurige Ausbau der Hansalinie zwischen Lohne und dem Ahlhorner Dreieck vorgezogen, erläuterte Holzenkamp.

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