FRIESOYTHE, 9. Februar 2010


Keine Frostbeulen im Stall

WINTERWETTER Wie Tiere in Haus und Hof den niedrigen Temperaturen trotzen


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Treffpunkt Wärmelampe: Die jungen Kälber von Landwirt Heinz Rolfes versammeln sich bei den niedrigen Temperaturen im Stall gern unter dem roten Licht. BILDER: SANDRA SPIEKER Bild vergrößern

DAS STREUSALZ MACHT HUNDEN UND KATZEN ZU SCHAFFEN. JUNGE KÄLBER WÄRMEN SICH UNTER DER ROTLICHTLAMPE.

VON SANDRA SPIEKER

Friesoythe - Ganz Deutschland friert in diesen Tagen. Aber nicht nur die Menschen. Wie gehen unsere tierischen Freunde mit der Kälte um und wie können wir ihnen helfen, sie besser zu ertragen?

„Für Hunde und Katzen kann das Streusalz auf Gehwegen und Straßen zum Problem werden“, sagt Sigrid Kleen vom Tierschutzverein Friesoythe und Umgebung. Es verklebt das Fell und reizt die Haut an den Pfoten. „Am besten reibt man die Haut nach dem Spaziergang mit einem speziellen Balsam ein, damit sie schön weich bleibt und nicht anfängt zu jucken“, so Kleen.

Gerade ältere Hunde könnte man auch schon einmal mit einem Mäntelchen oder Pullover vor den niedrigen Temperaturen schützen. Im Tierheim Sedelsberg hat jeder Hund einen Zwinger im Warmen und einen, der nach draußen geht. „Viele von ihnen wollen gar nicht so gern in die Kälte“, sagt Sigrid Kleen.

Bei Zwingerhunden sollten Besitzer aber darauf achten, dass das Futter und das Wasser im Napf nicht gefriert. „Man schüttet einfach heißes Wasser dazu“, sagt Sigrid Kleen. Eine warme Decke dürfte in der Hundehütte bei diesen Temperaturen auch nicht fehlen, meint sie. Im Tierheim hat jeder Hund eine und zusätzlich noch ein kleines Fell im Körbchen.

Heimzuwachs durch Wetter

Durch das kalte Winterwetter hat das Tierheim in Sedelsberg am Wochenende auch Zuwachs bekommen. Drei neue Fundhunde leben jetzt dort. „Die Leute geben die Tiere ab, weil sie bei der Kälte und der Glätte einfach nicht mit dem Tier hinausgehen wollen oder können“, weiß Sigrid Kleen.

Etwas weniger Sorge wegen der Temperaturen haben derzeit die Landwirte. Denn die Ställe sind zum Teil sogar beheizt, sagt Thomas König, Vorsitzender des Ortsverbandes Friesoythe im Kreislandvolkverband Cloppenburg.

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Einzig und allein die Heizkosten könnten den Landwirten in diesem Winter zu schaffen machen. Die 3500 Legehennen auf dem Hof Fredeweß in Schillburg beispielsweise müssten schon 12 Grad Celsius warme Ställe haben, sagt Matthias Fredeweß. Sie bleiben das ganze Jahr über im Stall. Rinder seien da etwas robuster, meint Thomas König, man müsse aber aufpassen, dass sie nicht zu stark der Zugluft ausgesetzt sind.

Kühe unempfindlich

Auch ihre Milchkühe und Bullen seien recht unempfindlich gegen die kalten Temperaturen, sagt Mechthild Rolfes, die zusammen mit ihrem Mann Heinz einen Hof mit 75 Kühen, 105 Bullen und 80 Jungrindern in Friesoythe bewirtschaftet: „Die Sommerhitze ist für die Tiere schlimmer“.

Zu kalt darf es im Stall aber auch nicht sein, denn dann könne die Milchanlage einfrieren. Die Kälber werden in den ersten Tagen und Wochen mit einer Rotlichtlampe gewärmt, erklärt Heinz Rolfes.


 



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