Keine Frostbeulen im Stall
WINTERWETTER Wie Tiere in Haus und Hof den niedrigen Temperaturen trotzen
Treffpunkt Wärmelampe: Die jungen Kälber von Landwirt Heinz Rolfes versammeln sich bei den niedrigen Temperaturen im Stall gern unter dem roten Licht. BILDER: SANDRA SPIEKER 
VON SANDRA SPIEKER
Friesoythe - Ganz Deutschland friert in diesen Tagen. Aber nicht nur die Menschen. Wie gehen unsere tierischen Freunde mit der Kälte um und wie können wir ihnen helfen, sie besser zu ertragen?
„Für Hunde und Katzen kann das Streusalz auf Gehwegen und Straßen zum Problem werden“, sagt Sigrid Kleen vom Tierschutzverein Friesoythe und Umgebung. Es verklebt das Fell und reizt die Haut an den Pfoten. „Am besten reibt man die Haut nach dem Spaziergang mit einem speziellen Balsam ein, damit sie schön weich bleibt und nicht anfängt zu jucken“, so Kleen.
Gerade ältere Hunde könnte man auch schon einmal mit einem Mäntelchen oder Pullover vor den niedrigen Temperaturen schützen. Im Tierheim Sedelsberg hat jeder Hund einen Zwinger im Warmen und einen, der nach draußen geht. „Viele von ihnen wollen gar nicht so gern in die Kälte“, sagt Sigrid Kleen.
Bei Zwingerhunden sollten Besitzer aber darauf achten, dass das Futter und das Wasser im Napf nicht gefriert. „Man schüttet einfach heißes Wasser dazu“, sagt Sigrid Kleen. Eine warme Decke dürfte in der Hundehütte bei diesen Temperaturen auch nicht fehlen, meint sie. Im Tierheim hat jeder Hund eine und zusätzlich noch ein kleines Fell im Körbchen.
Heimzuwachs durch Wetter
Durch das kalte Winterwetter hat das Tierheim in Sedelsberg am Wochenende auch Zuwachs bekommen. Drei neue Fundhunde leben jetzt dort. „Die Leute geben die Tiere ab, weil sie bei der Kälte und der Glätte einfach nicht mit dem Tier hinausgehen wollen oder können“, weiß Sigrid Kleen.
Etwas weniger Sorge wegen der Temperaturen haben derzeit die Landwirte. Denn die Ställe sind zum Teil sogar beheizt, sagt Thomas König, Vorsitzender des Ortsverbandes Friesoythe im Kreislandvolkverband Cloppenburg.
Einzig und allein die Heizkosten könnten den Landwirten in diesem Winter zu schaffen machen. Die 3500 Legehennen auf dem Hof Fredeweß in Schillburg beispielsweise müssten schon 12 Grad Celsius warme Ställe haben, sagt Matthias Fredeweß. Sie bleiben das ganze Jahr über im Stall. Rinder seien da etwas robuster, meint Thomas König, man müsse aber aufpassen, dass sie nicht zu stark der Zugluft ausgesetzt sind.
Kühe unempfindlich
Auch ihre Milchkühe und Bullen seien recht unempfindlich gegen die kalten Temperaturen, sagt Mechthild Rolfes, die zusammen mit ihrem Mann Heinz einen Hof mit 75 Kühen, 105 Bullen und 80 Jungrindern in Friesoythe bewirtschaftet: „Die Sommerhitze ist für die Tiere schlimmer“.
Zu kalt darf es im Stall aber auch nicht sein, denn dann könne die Milchanlage einfrieren. Die Kälber werden in den ersten Tagen und Wochen mit einer Rotlichtlampe gewärmt, erklärt Heinz Rolfes.
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Vortrag über frühkindliche Reflexe
Das Bildungswerk Friesoythe bietet am Mittwoch, 8. September, einen Vortrag zum Thema Kopfgelenkinduzierte Symmetrie-Störung, auch bekannt als Kiss-Syndrom, an. Wie es in der Ankündigung heißt, geht es dabei um mögliche Auswirkungen auf die frühkindlichen Reflexe sowie um die Entstehung und die Behandlungsmöglichkeiten. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Stadtmitte,mehr
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In den ab Dienstag, 7. September, beginnenden Kursen „Gitarre für Anfänger ab acht Jahren“ von 18 bis 19 Uhr und „Gitarre für Anfänger ab 14 Jahren“ von 19.15 bis 20.15 Uhr in der Realschule in Friesoythe, Dr.-Niermann-Straße, sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen unter Telefon 04491/93300 oder www.bildungswerk-friesoythe.de.
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