FRIESOYTHE, 9. Februar 2012


Arbeit in einer blumigen Welt

Ausbildung Greta Pazer (19) wird Floristin – Drei Jahre dauert ihre Lehrzeit


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Greta Pazer BILD: Christin Horrmann  Bild vergrößern

Die Auszubildende kann ihre Kreativität in bunten Sträußen ausleben. Doch auch Einfühlungsvermögen ist in ihrem Beruf gefragt.

von Christin Horrmann

Friesoythe - „Die hektischen Tage machen am meisten Spaß“, sagt Greta Pazer, „dann kann man zeigen, was man wirklich kann“. Die 19-Jährige aus Lastrup absolviert seit anderthalb Jahren eine Ausbildung zur Floristin. Im Blumenhaus Hans Wreesmann in Friesoythe lernt sie in insgesamt drei Jahren alles Wichtige für ihren Beruf. Der Tag beginnt für die Auszubildende um 8 Uhr morgens. Dann ist sie dabei, wenn der Laden aufgeschlossen wird.

Außerdem muss natürlich alles vorbereitet werden, bevor die ersten Kunden kommen: Blumen anschneiden, Wasser austauschen, Sträuße binden – alles das gehört zum Alltag einer Floristin. Wenn das Geschäft geöffnet ist, kommt natürlich noch die Bedienung der Kunden dazu. Dabei ist es für Greta Pazer besonders schön, wenn sie mit ihren Sträußen die Wünsche der Kunden erfüllen oder sogar übertreffen kann. In der Berufsschule in Oldenburg lernt sie Gestaltung in der Theorie. In der Praxis lernt sie das Binden der Sträuße von Elisabeth Lübbers, der Inhaberin. Die Meisterin der Floristik ist ihre Ausbilderin und stolz auf Pazer: „Sie ist eine meiner besten Auszubildenden“, lobt Lübbers. Für sie sei es nicht so wichtig, welchen Schulabschluss die Bewerber mitbringen, sondern vielmehr die Art, wie sich die Auszubildenden bemühen und geben.

Denn in dem Beruf ist nicht nur Kreativität beim Arrangieren von Blumen gefragt. „Es ist ein Spagat: Wir binden Sträuße für Hochzeiten, müssen aber auch Trauernde angemessen betreuen“, sagt Greta Pazer, „dazwischen liegen Welten“. Besonders interessant wird es für Greta Pazer, wenn sie ganze Säle mit ausschmücken darf: „Dann ist alles so viel größer als im Laden“, meint die 19-Jährige. Dass sie unbedingt Floristin werden möchte, hat sie übrigens bei einem Praktikum in Löningen heraus gefunden: „Von da an war ich überzeugt, weiterzumachen“, so Greta Pazer.



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