FRIESOYTHE, 10. Februar 2012


Ein großer Tag für Friesoythe

Festakt Stadt ist jetzt „Selbstständige Gemeinde“ – Aufgaben vom Landkreis


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Festakt im Friesoyther Rathaus mit (vorne, von links): Rainer Rauch, Johann Wimberg, Dr. Frank Frühling, Hartmut Frerichs und Karl-Heinz Bley. BILD: Heinz-Josef Laing  Bild vergrößern

Mit einem Festakt im Rathaus hat die Stadt die Verleihung des neuen Rechtsstatus gefeiert. Ministerialdirigent Frühling lobte die Entwicklung Friesoythes.

von Heinz-Josef Laing

Friesoythe - Die Stadt Friesoythe hat am Donnerstagabend mit einem Festakt im Rathaus die Verleihung des Rechtsstatus „Selbstständige Gemeinde“ durch das Land gefeiert. Daran nahm neben Vertretern des öffentlichen Lebens als Festredner Ministerialdirigent Dr. Frank Frühling aus dem Niedersächsischen Innenministerium in Hannover teil.

Frühling kam in Vertretung von Innenminister Uwe Schünemann (CDU), der aus Krankheitsgründen nicht kommen konnte. Der Festakt begann mit 40-minütiger Verspätung, da sich der Gast aus Hannover verfahren hatte: Statt zur Alten Mühlenstraße nach Friesoythe hatte ihn sein Navigationsgerät zur Mühlenstraße nach Gehlenberg geleitet. Ähnliches war bereits der früheren Ministerin Heister-Neumann widerfahren, als sie das Rathaus in Friesoythe besuchen wollte.




Viele Ehrengäste
Bürgermeister Johann Wimberg begrüßte im Rathaus neben Dr. Frank Frühling die Landtagsabgeordneten Renate Geuter (SPD) und Karl-Heinz Bley (CDU), den Präsidenten der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), Gert Stuke, den stellvertretenden Landrat Hartmut Frerichs, Rainer Rauch als Vorsitzenden des Kreisverbandes Cloppenburg des Städte- und Gemeindebundes, Friesoythes Ehrenbürger Ferdinand Cloppenburg sowie Vertreter der Kirchen, des Stadtrates, des Kreistages und Bürgermeister benachbarter Gemeinden. Dr. Frank Frühling sagte in seiner Festrede, er freue sich, in einer „Stadt mit Herz und netten Leuten“ zu sein. Es sei nun vornehmste Aufgabe der Stadt, den Softwarefehler in den Navigationsgeräten zu beheben, damit Besucher Friesoythe finden könnten.

Frühling attestierte der Stadt eine „hervorragende Entwicklung“. Am 8. November vergangenen Jahres habe das Landeskabinett deshalb dem Antrag der Stadt zugestimmt, künftig selbstständige Gemeinde sein zu dürfen. Dazu überbrachte der Ministerialdirigent die Glückwünsche der Landesregierung.

Friesoythe übernehme mehrere Aufgaben, die bislang der Landkreis erfüllt habe, sagt Frühling (die NWZ  berichtete). Dafür würden der Stadt künftig höhere Finanzzuweisungen des Landes zustehen. Damit könnten auch die zwei zusätzlichen Arbeitsplätze in der Verwaltung finanziert werden, die durch die neuen Aufgaben notwendig werden. Um den Rechtsstatus „Selbstständige Gemeinde“ zu bekommen, müsse eine Kommune mehr als 20 000 Einwohner haben. Diese Bedingung habe die Stadt erfüllt. Schließlich gehöre die Stadt zur Region mit dem höchsten Geburtenüberschuss in Deutschland.

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Mehr Selbstverwaltung
Rainer Rauch begrüßte die Verleihung. Nun gebe es in Friesoythe mehr Bürgernähe, weil die Menschen nicht mehr in allen Angelegenheiten nach Cloppenburg fahren müssten. Zudem werde die kommunale Selbstverwaltung gestärkt. Hartmut Frerichs sagte, der Landkreis habe das Begehren aus Friesoythe gerne unterstützt. Für die musikalische Umrahmung sorgten Heinrich Deboi (Klavier) aus Friesoythe, Felix Tönnies (Saxophon) aus Garrel und Fynn Osterloh (Trompete) aus Emstek.






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