Hotellerie sagt Investitionen zu
Mehrwertsteuersatz Keine Preissenkung auf breiter Front – Neue Arbeitsplätze
von Peter Linkert
petersfeld - Im Hotelgewerbe wird es nach der Ermäßigung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent keine Preissenkungen geben – jedenfalls nicht auf breiter Front. So sieht es jedenfalls der Bezirksverband Weser-Ems des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DeHoGa). Stattdessen haben etliche Branchenvertreter auf einer Pressekonferenz im Hotel „Heidegrund“ in Petersfeld (ehemals Hotel „Dreibrücken) Investitionen in ihre Häuser und die Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze zugesagt, resümierte Bernd Sieger, DeHoGa-Bezirksvorsitzender.
Die Mehrwertsteuerreduzierung bewirke insgesamt, dass die in der deutschen Hotellerie überfällige Investitionen für Renovierungen und Umbaumaßnahmen endlich umgesetzt werden könnten, unterstrichen auch zwei Hoteliers aus Wilhelmshaven, ges Wieting aus Oldenburg sowie Maria Cloppenburg („Landhaus Pollmeyer“, Vordersten Thüle), Magdalena Timpker-Fleming („Parkhotel“ Cloppenburg) und Bernd Suden („Rheinischer Hof“, Dinklage), die eigens zu dem Gespräch ins Hotel „Heidegrund“ gekommen waren, wo sie der neue Geschäftsführer Jens Schönherr begrüßte.
Über die jetzt anstehenden Investitionen fließe die Mehrwertsteuerermäßigung zurück in den Wirtschaftskreislauf, so Sieger weiter. Die Senkung sei also keineswegs ein „Steuergeschenk“ an eine Luxusindustrie.
Vielmehr sei die Hotellerie in Deutschland weitgehend mittelständisch strukturiert: 66 Prozent der Hotels, Hotels garni, Gasthöfe und Pensionen beschäftigten weniger als zehn Mitarbeiter.
Die Mehrwertsteuersenkung sei notwendig gewesen, um auf europäischer Ebene Steuergleichheit herzustellen, ergänzte DeHoGa-Bezirksgeschäftsführerin Hildegard Kuhlen. In nahezu allen Nachbarstaaten zahle die Hotellerie einen ermäßigten Satz. Jetzt sei man wieder konkurrenzfähig. Schon aus Gründen der Planungssicherheit für die deutsche Hotellerie bei ihren Verhandlungen mit den Banken über Investitionskredite müsse das auch so bleiben. Kuhlen forderte, die Senkung des Steuersatzes auch auf Speisen und nicht-alkoholische Getränke in der Gastronomie anzuwenden.
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