Von Inselschule ans Festland Gute Wahl

Mariengymnasium Schule begrüßt ihren neuen Direktor Frank Timmermann


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Dr. Martin Lichte (links) übergab das Schulleiteramt offiziell an Frank Timmermann. BILD: Rahel Arnold  Bild vergrößern

Als „hartnäckig“ wird der neue Schulleiter des Mariengymnasiums in Jever Frank Timmermann beschrieben. Er war zuvor 25 Jahre auf Wangerooge tätig.

VON RAHEL ARNOLD

JEVER - „Frank Timmermann ist hartnäckig, wenn es um seine Schule geht, und er geht auch ungewöhnliche Wege“, sagte Frieslands Landrat Sven Ambrosy bei der offiziellen Amtseinführung von Frank Timmermann (52), der am Freitag die Leitung des Mariengymnasium in Jever übernahm. Er ist Nachfolger von Dorothe Levin, die die Schule bereits im Sommer verlassen hat. Zwischenzeitlich war das Mariengymnasium von Dr. Martin Lichte kommissarisch geleitet worden.

Am Freitag versammelten sich Lehrer, Schüler, Vertreter des Landkreises und Karl-Heinrich Queckenstedt von der Landesschulbehörde, um Frank Timmermann am Mariengymnasium zu begrüßen. Zuvor war Timmermann, 1959 in Göttingen geboren, 25 Jahre an der Inselschule Wangerooge tätig, die letzten zwölf Jahre als Schulleiter.

An seiner neuen Schule ist einiges anders als an der alten. „Das Kollegium am Mariengymnasium besteht aus rund 100 Lehrern, das war bisher die Anzahl Ihrer Schüler auf der Insel“, scherzte Ambrosy. Und die Inselschule war nicht nur viel kleiner, sie ist auch die einzige weiterführende Schule auf Wangerooge und zudem rundherum von Meerwasser umgeben. So musste sich Timmermann dort bereits mit Problemen beschäftigen, die das Mariengymnasium in Jever wohl erst in naher Zukunft intensiv bearbeiten wird: Etwa mit abnehmenden Schülerzahlen oder mit der Integration von behinderten Kindern in den Schulalltag. Diese beiden Themen sprach Timmermann auch in seiner Rede an: „Deshalb muss das Mariengymnasium sein Profil schärfen und die Vorteile eines klassischen Gymnasiums auch in der Öffentlichkeit herausstellen.“

Er sei angetan von dem, was die Schule bisher geleistet habe, und freue sich auf die Zusammenarbeit. Die Insel Wangerooge vermisse er dennoch. Er suche bereits eine Wohnung für sich und seine Familie in Jever.

Ambrosy kündigte scherzhaft an, er werde ab sofort nicht mehr täglich am Mariengymnasium vorbeigehen, da er immer dann, wenn er sich auf Wangerooge in der Nähe der Inselschule befunden habe, in Timmermanns Büro gelandet sei – „und das wurde dann meistens teuer“.

Dennoch, so Ambrosy, bis 2013 werde der Landkreis Friesland als Schulträger rund zehn Millionen Euro in das Mariengymnasium Jever investieren. Das nächste große Projekt ist, wie berichtet, die Sanierung des Oberstufengebäudes.

NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline/nwztv Auf Frank Timmermann warten spannende Aufgaben – und große Herausforderungen.

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Das altehrwürdige Mariengymnasium muss sich gegen zunehmende Konkurrenz behaupten: Die IGS wird ausgebaut, gleichzeitig bieten die Fachgymnasien attraktive Alternativen in der Oberstufe an.

Dazu kommen Themen wie die Inklusion – also der gemeinsame Unterricht für Kinder mit und ohne Behinderung.

Auf Wangerooge genoss Timmermann einen hervorragenden Ruf als Pädagoge mit der Fähigkeit, selbst Ideen zu entwickeln aber auch die Kreativität anderer zu fördern. Zudem gilt er als Kommunikationstalent. Damit ist er eine gute Wahl fürs Mariengymnasium – auch wenn er auf der Insel eine große Lücke hinterlässt.

@ Den Autor erreichen Sie unter schoenborn@infoautor.de


28.01.2012




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