Wieder Leben im Marienbräu
GASTRONOMIE Neueröffnung am 21. November – In Fässern reift bereits das Bier
Ein Prosit auf den Neustart: Frank Bremer hat die Brauereigaststätte „Marienbräu“ in Jever übernommen und auch die Braukessel wieder in Betrieb genommen. BILD: ULRICH SCHÖNBORN 
VON ULRICH SCHÖNBORN
Jever - Der erste Sud reift in den Fässern und die Bauarbeiter arbeiten unter Hochdruck: am Sonnabend, 21. November, um 11 Uhr soll das „Marienbräu“ an der Apothekerstraße in Jever wieder den Betrieb aufnehmen. Neben dem Friesischen Brauhaus zu Jever, dessen Bier auch im „Marienbräu“ ausgeschenkt wird, hat Jever dann wieder eine zweite Braustätte.
Neuer Eigentümer und Geschäftsführer der Traditionsgaststätte ist Frank Bremer, der vor zehn Jahren im Gewerbegebiet die Firma Trotherm gegründet hat. Das „Marienbräu“ sei eine „Liebhaberei“, sagt Frank Bremer. Er wollte das markante Haus wieder als Gaststätte beleben und auch die Braustätte erhalten. Betriebsleiter ist der Gastronom Ralph Meyer, der bisher die Bier-Akademie beim Kino bewirtschaftet hat.
Für den Neustart hat Frank Bremer das historische Gebäude, dessen ältester Teil aus dem 15. Jahrhundert stamme, von Grund auf saniert und gegen aufsteigende Feuchtigkeit isoliert. Während die denkmalgeschützte Fassade erhalten bleibt, setzte der neue Besitzer im Innern der Gaststätte neue Akzente. Durchgangsräume wurden geöffnet und der untere Saal mit Hilfe alter Ziegelsteine für Tischgruppen unterteilt. Die Brauanlage, die komplett überholt werden musste, wurde umgesetzt und teilweise in den Wintergarten verlagert.
Dort entsteht derzeit das dunkle Marienbräu, weitere Haussorten sollen folgen. Bremer will das Bier nicht nur in der Gaststätte ausschenken, sondern auch in den Handel bringen. Dafür wird im „Marienbräu“ auch eine Flaschenabfüllanlage installiert.
Bei der Speisekarte der Brauereigaststätte setzt Bremer auf eine rustikale, gut- bürgerliche Küche. Das Lokal verfügt über rund 130 Plätze, dazu kommt im Sommer der Biergarten.
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