JEVER, 12. März 2010


Neuen Träger für Hospiz in Jever gefunden

PLÄNE Verein Innere Mission in Bremen beteiligt sich – Vertragsunterzeichnung


DER BREMER VEREIN PLANT DEN AUFBAU DREIER HOSPIZE. AUCH DIE HOSPIZ-INITIATIVE IST NOCH MIT IM BOOT.

VON MELANIE HANZ

Jever - Die Innere Mission in Bremen wird Trägerin des in Jever geplanten Friedel-Orth-Hospizes. Das teilte Volker Landig, Vorsitzender des Hospiz-Fördervereins, am Donnerstag mit. „Wir sind sehr froh, dass wir nun mit der Inneren Mission das Hospiz aufbauen können“, sagte er auf Nachfrage der NWZ.

Am Donnerstag, 18. März, sollen im Kreishaus in Jever die Verträge über Bau und Betrieb des stationären Hospizes unterzeichnet werden. Initiatorin des Vorhabens ist die jeversche Philipp-Orth-Stiftung, mit im Boot ist zudem die Hospiz-Initiative Wilhelmshaven-Friesland.

Nach dem überraschenden Rückzug der als Trägerin vorgesehenen Diakonie im vergangenen September war es zunächst ruhig geworden um das Hospiz in Jever. Die Initiatoren suchten weiter nach potenziellen Betreibern und stießen bei der Inneren Mission in Bremen auf offene Ohren.

Der Verein Innere Mission ist seit Gründung 1849 in Bremen im Bereich Soziales tätig. Die Arbeitsfelder umfassen Altenhilfe, Wohnungslosenhilfe, Hilfen für Menschen mit psychischer Erkrankung und geistiger Behinderung sowie Beratungsangebote.

Der Bereich Hospizarbeit kommt nun neu hinzu: Neben dem Friedel-Orth-Hospiz in Jever plant die Innere Mission laut Volker Landig zurzeit weitere Hospize in Bremen Nord und in Falkenburg im Landkreis Oldenburg.

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Der Bau des Hospizes in Jever, in dem sterbenskranke Menschen betreut und begleitet werden, ist seit Jahren im Gespräch. Erste konkrete Pläne stellten die Orth-Stiftung und die Diakonie im Frühjahr 2007 vor. Die Einrichtung sollte auf dem Orth-Gelände an der Mühlenstraße gebaut werden. Die Orth-Stiftung wollte Grundstück und Kapital zur Verfügung stellen. Die Diakonie hatte u. a. mit Verweis auf eine Finanzierungslücke für den laufenden Betrieb in der Startphase einen Rückzieher gemacht. Die Entscheidung war in Jever auf großes Unverständnis gestoßen – nicht zuletzt deshalb, weil die finanziellen Risiken in der Gründungsphase von vornherein bekannt waren.

Die finanziellen Mittel der Orth-Stiftung und des Fördervereins stehen nach wie vor zur Verfügung. Landig zufolge kann auch auf die bestehenden Pläne zur Gestaltung des Hauses zurückgegriffen werden.


 



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