Jüdischer Friedhof ist ein heiliger Ort für die Ewigkeit
Sanierung Grabsteine in Schenum wieder standsicher – Jüdische Gemeinde dankt Förderern
Jever - Die Sanierung der Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof in Schenum ist abgeschlossen. Am Donnerstag dankten Sara-Ruth Schumann, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Oldenburg, und Bodo Gideon Riethmüller vom Landesverband der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen den zahlreichen Förderern und Sponsoren für die Unterstützung.
Wie berichtet, ging es bei der Sanierung vor allem darum, die Grabsteine, die oft aus mehreren Teilen bestehen, wieder standsicher zu machen. Mitarbeiter der Fachfirma Hülskötter aus Jever haben die Steine aufgearbeitet, mit Dübeln gesichert und neu verklebt.
An den Kosten von rund 22 000 Euro haben sich neben dem Landesverband der jüdischen Gemeinden auch die Stadt Jever, der Landkreis Friesland, das Land Niedersachsen sowie die Philipp-Orth-Stiftung, der Lions-Club Jever und die Volksbank Jever beteiligt.
220 Grabsteine stehen noch auf dem Friedhof, der älteste stammt aus dem Jahr 1796, der jüngste aus dem Jahr 1982. Auch wenn seitdem dort niemand mehr beerdigt wurde, ist und bleibt der Friedhof ein heiliger und unantastbarer Ort. „Dieser Anspruch gilt für die Ewigkeit“, betonte Riethmüller.
Der Friedhof liegt an der Straße zwischen Jever und Cleverns hinter einer hohen Hecke und ist durch ein Tor gesichert. Wer den Friedhof besuchen will, kann sich bei der Stadt Jever oder der evangelischen Kirchengemeinde Jever, die für die Pflege der Anlage zuständig ist, den Schlüssel besorgen.
Überlegt wird derzeit, ob der Friedhof zumindest zeitweise generell für Besucher geöffnet werden kann. Schließlich sei der Friedhof auch mit öffentlichen Mitteln saniert worden. Voraussetzung dafür sei aber ein wirksamer Schutz vor Vandalismus und Schändung.
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