Mehr Platz für die Oldtimer
Feuerwehrmuseum Oldtimerfreunde stellen neue Exponate zum Brandschutz vor
Durch einen Anbau ans Feuerwehr-Museum an der Florianstraße in Jever können in Zukunft viel mehr Feuerwehr-Oldtimer gezeigt werden. Hans Wegener (links) und Dieter Vahlenkamp zeigen die Zeichnungen von Bränden. BILD: BILD: Rahel ArnoldRahel Arnold 
von Rahel Arnold
Jever - Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren retten Leben, werden zu Bränden und Unfällen gerufen und helfen Menschen und Tieren in brenzligen Situationen. Heute werden sie dabei von modernster Technik unterstützt. Früher kamen Holzdrehleitern, Lederschläuche und Pferdefuhrwerke zum Einsatz.
Einen Überblick über die Geschichte der Feuerwehr bietet das Feuerwehrmuseum an der Florianstraße in Jever, das nach seiner Winterpause jetzt wieder geöffnet ist. Um der Ausstellung ein neues Gesicht zu geben, räumen die Feuerwehr-Oldtimerfreunde Jever die Ausstellung regelmäßig um und stellen neue Exponate vor. In diesem Jahr gibt es unter anderem farbige Zeichnungen von Bränden zu sehen, darunter Darstellungen aus der ehemaligen DDR.
Auch Dachstuhlkonstruktionen aus Holz, anhand derer die Kameraden den Löscheinsatz übers Dach lernten, und Lehrbücher sind ausgestellt. Und ein historischer Lederhelm der Freiwilligen Feuerwehr Carolinensiel liegt jetzt ebenfalls hinter Glas.
Die Feuerwehr-Oldtimerfreunde Jever pflegen und erhalten zudem historische Feuerwehrfahrzeuge und Gerätschaften. Das Museum zeigt unter anderem Uniformen, eine Holzdrehleiter und Funk- und Meldetechnik vom Brandhorn bis zu digitalen Meldeverfahren.
In ihrem Bestand haben die Feuerwehr-Oldtimerfreunde zudem mehrere Oldtimer-Fahrzeuge, darunter ein Tanklöschfahrzeug (TLF15) von 1953 und ein Löschfahrzeug von 1937. Zurzeit können aber nicht alle historischen Fahrzeuge ausgestellt werden. Nur zwei befinden sich im Feuerwehrmuseum, drei weitere können in einer Halle besichtigt werden, die in Laufentfernung liegt.
Das soll sich aber bald ändern, denn das Feuerwehrmuseum hat bereits alle Unterlagen für den geplanten rund 350 000 Euro teuren Anbau und damit die Erweiterung der Ausstellungsfläche zusammen. „Wir warten jetzt nur noch auf die Baugenehmigung“, sagt Dieter Vahlenkamp, erster Vorsitzender der Feuerwehr-Oldtimerfreunde Jever.
Der Anbau soll 36 Meter lang und 15 Meter breit werden. Er verfügt über drei Rolltore, um weitere sieben Oldtimer bequem ausstellen zu können. Auch soll der Anbau für Sonderausstellungen und für Ausstellungen einzelner Wehren genutzt werden.
Sobald der Anbau steht, wird der Verein mit dem Oldenburgischen Feuerwehrverband fusionieren. Die Fusion ist zur Bewilligung der Finanzierung durch die Öffentliche Brandkasse nötig, die als Hauptsponsor fungiert, erklärt Vahlenkamp.
NWZTV zeigt einen Beitrag unter http://www.NWZonline.de/nwztv
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