SANDERBUSCH, 27. Januar 2010


Mehr Einsätze als je zuvor

LUFTRETTUNG „Christoph 26“ startet voriges Jahr 1572 Mal – Sonderstellung


DER IN SANDERBUSCH STATIONIERTE ADAC-HUBSCHRAUBER IST AUCH FÜR DIE OSTFRIESISCHEN INSELN ZUSTÄNDIG. 2009 VERSORGTE DIE BESATZUNG 1499 PATIENTEN.

VON ULRICH SCHÖNBORN

Sanderbusch - 1572 Rettungsflüge verbuchte der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 26“ im vergangenen Jahr – und damit 71 mehr als im Jahr 2008.

Der beim Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch stationierte Hubschrauber folgt damit laut ADAC einem bundesweiten Trend. „Die gelben Luftretter starteten im vergangenen Jahr häufiger denn je“, berichtet ADAC-Sprecher Nils Linge aus Bremen. Ein möglicher Grund sei die immer schwieriger werdende notärztliche Versorgung auf dem Land.

„Christoph 26“ nimmt eine Sonderstellung ein, da zu seinem Gebiet auch die ostfriesischen Inseln gehören. Der Hubschrauber ist 24 Stunden am Tag einsatzbereit und verfügt zusätzlich über eine Winde für Rettungseinsätze auf offener See.

Bei den 1572 Einsatzflügen wurden 1499 Patienten versorgt. Bei rund der Hälfte der Einsätze handelt es sich um so genannte internistische Notfälle wie akute Herzerkrankungen oder Schlaganfälle. Dazu kommen Verkehrsunfälle und sonstige Unfälle. In der Bilanz stehen aber auch 91 Fehleinsätze.

Der ADAC unterscheidet zwischen Primär- und Sekundäreinsätzen: Bei Primäreinsätzen handelt es sich um die Erstversorgung von Patienten, bei Sekundäreinsätzen werden z. B. schwer verletzte Patienten in Spezialkliniken geflogen. Das Einsatzgebiet von „Christoph 26“ geht somit immer wieder über den eigentlichen Radius von 70 Kilometern hinaus. So gab es 2009 neben 1527 Einsätzen in Niedersachsen auch 45 Einsätze in Bremen, vier in Hamburg und 36 in Schleswig-Holstein.

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Besetzt ist „Christoph 26“ Linge zufolge mit einem Piloten, einem Notarzt und einem Rettungsassistenten. „Der wesentliche Vorteil des Rettungshubschraubers ist seine Geschwindigkeit. Außerdem ist er unabhängig von Straßenverläufen, Verkehrsstaus oder topografischen Begrenzungen einsatzfähig“, erläutert Linge. Er bringt Notarzt und Rettungsassistent auf dem schnellsten Weg zum Patienten. So gewinne das Rettungsteam kostbare Zeit, die in vielen Fällen über Leben oder Tod entscheide. Region, s.9




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