Treibjagd sorgt für neue Aufregung

JÄGER Waidmänner nach Aktion im Huntsteert erneut in der Kritik – Böhling fordert Klärung


DIE STADT WAR NICHT INFORMIERT, DIE BÜRGER IN SCHORTENS SIND ERBOST. ERNEUT HABEN JÄGER OFFENBAR FINGERSPITZENGEFÜHL VERMISSEN LASSEN.

VON OLIVER BRAUN

Schortens - Nach der Aufregung um den Abschuss des weißen Hirschs haben sich Jäger mit einer weiteren Aktion erneut selbst ins Schussfeld der Kritik gebracht: Wie erst jetzt bekannt wurde, hat es am vorigen Freitag – nur einen Tag, nachdem der Hirsch erlegt worden war – auf dem Huntsteert-Gelände in Schortens, das von vielen Bürgern als Naherholungsgebiet genutzt wird, eine Treibjagd gegeben.

Etliche aufgeregte Bürger haben sich daraufhin erbost bei der Stadt Schortens und bei Ratsmitglied Peter Torkler gemeldet und sich nach der Rechtmäßigkeit der Aktion erkundigt. Die Stadt hat daraufhin beim Landkreis als Untere Jagdbehörde nachgefragt.

Fest steht: Das Ordnungsamt der Stadt war nicht informiert worden und muss bei Jagd-Veranstaltungen auch nicht informiert werden. Nach Auskunft eines Huntsteert-Spaziergängers seien erst kurz vor der Treibjagd die Passanten von einem Jäger auf die Gefahr hingewiesen worden.

Bürgermeister Gerhard Böhling ist schwer verärgert: „Auch wenn die Aktion jagdrechtlich in Ordnung gewesen sein mag – da besteht dringend Klärungsbedarf.“ Immerhin sei das Huntsteert-Gelände Naherholungsgebiet für viele Bürger nicht nur aus der Stadt Schortens.

Tatsächlich ist es so, dass eine solche Treibjagd nicht angemeldet werden muss, sofern sich die Jäger „innerhalb ihres Bereiches“ bewegten, so Kreis-Sprecher Sönke Klug. Ob dieser Bereich von den Waidmännern eingehalten wurde, oder die Jäger buchstäblich über das Ziel hinausgeschossen haben, ist zur Zeit noch unklar.

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Unstrittig ist, dass sämtliche jagdrechtlichen Vorschriften einzuhalten sind. Die Kreisverwaltung mahnt die Jäger zu „viel mehr Rücksichtnahme“.


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28.11.2009
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Leserkommentare (1)
unbestechlicher
- 30.11.2009 19:49 Uhr
Das Bundesjagdgesetz wurde nicht beachtet. Was reden die Behörden für einen Stuss?
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