CDU Schortens fordert klare Position funke-affäreStadtverband kritisiert Zurückhaltung der Kreis-CDU
FUNKE-AFFÄRE Stadtverband kritisiert Zurückhaltung der Kreis-CDU – „Abwahlantrag unterstützen“
Schortens - Die CDU Schortens fordert eine klare Aussage der Kreis-CDU zur „Silberhochzeits-Affäre“ des SPD-Kreistagsvorsitzenden Karl-Heinz Funke. Die Affäre sei keinesfalls nur ein Problem der SPD, betont Schortens’ CDU-Chef Wolfgang Ottens.
Die Schortenser Christdemokraten stellen sich damit erneut gegen den CDU-Kreisvorsitzenden Hans-Werner Kammer, der – wie berichtet – eine Enthaltung der CDU bei einem möglichen Abwahlantrag im Kreistag nicht ausgeschlossen hatte. Die Funke-Affäre sei zunächst Sache der SPD, hatte Kammer Ende Dezember in einem Gespräch mit der NWZ betont.
„Die CDU Schortens sieht in dem Verhalten des Kreistagsvorsitzenden Karl-Heinz Funke eine Schädigung des Ansehens aller politischen Mandatsträger“, meint dagegen Ottens. Die „Silberhochzeitsaffäre“ und das Gerangel um die Rücktrittsforderungen an Funke bediene das weit verbreitete Vorurteil vieler Bürgerinnen und Bürger gegenüber Politik und Politikern.
Wie berichtet, hatte sich Funke seine Silberhochzeit mit 8000 Euro vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) bezahlen lassen. Er war daraufhin als Vorsteher des OOWV zurückgetreten. Die Kreis-SPD hatte ihn aufgefordert, auch seine politischen Ämter im Vareler Stadtrat und im Kreistag Friesland niederzulegen.
Natürlich könne Funke nicht gezwungen werden, seine politischen Mandate aufzugeben, so Ottens weiter. Aber es stelle sich die Frage, ob ein Politiker, der so die Bodenhaftung verloren habe, noch der erste Repräsentant des Kreistags von Friesland bleiben kann. „Wir sind der Meinung, dass er das nicht kann“, so Ottens. Sollte Funke das nicht einsehen und von sich aus als Kreistagsvorsitzender zurücktreten, bleibe nur seine Abwahl. „Ich erwarte hierzu auch von meinem CDU-Kreisverband eine deutliche Positionierung“, unterstreicht Ottens. Die Politik gebe gerade einmal wieder ein sehr schlechtes Bild ab.
Diese Meinung vertritt auch der Schortenser CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Homfeldt. Das Hin und Her um die Affäre Funke schade nicht nur der SPD, sondern allen Parteien. „Wir können nicht dazu schweigen, wenn die vielen Mandats- und Funktionsträger innerhalb der CDU in Friesland und auch in den anderen Parteien in das Fehlverhalten eines einzelnen Politikers hineingezogen werden“, so Homfeldt.
Ottens und Homfeldt fordern die Schortenser Kreistagsmitglieder dazu auf, sich bei einem Abwahlantrag gegen Funke als Kreistagsvorsitzender nicht zu enthalten, sondern mit einem klaren Votum dafür zu sorgen, dass Politik nicht noch weiter an Ansehen verliert.
Ende vergangenen Jahres war in der CDU ein Konflikt zwischen den Schortenser Christdemokraten und der Kreis-CDU entbrannt. Der Stadtverband hatte u. a. den Führungsstil und die Oppositionsarbeit der Kreis-CDU und ihres Vorsitzenden Hans-Werner Kammer kritisiert.
Umfrage auf Schortens, s.29
Berichte auf varel, s.35
- Die möglichen Kosten für einen Anbau an die Kindertagesstätte an der Plaggestraße sind an diesem Donnerstag, 24. Mai, Thema im Schortenser Fachausschuss für Schule, Jugend und Soziales. Ausgangspunkt war das Raumentwicklungskonzept für Grundschulen und Kindertagesstätten.mehr
- Die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) veranstaltet am Pfingstmontag, 28. Mai, zusammen mit seinen Landes- und Regionalvereinen den 19. Deutschen Mühlentag.
Wie in jedem Jahr lädt dazu auch der Arbeitskreis Accumer Mühle wieder zur Besichtigung der Mühle und zum Besuch von Mühlenscheune und Mühlengarten ein.mehr
- Die offizielle Eröffnung der Badesaison im Naturfreibad Heidmühle ist auf den 8. Juni vertagt worden – die Umbau- und Sanierungsarbeiten sind noch nicht vollständig abgeschlossen. Das erklärte Andreas Stamer von der Stadtverwaltung der NWZ auf Nachfrage.mehr
- Mit den Stimmen der Mehrheitsgruppe hat der Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Schortens am Mittwoch beschlossen, die Hundesteuer in der Stadt um 25 Prozent anzuheben. Statt bisher 48 Euro müssen Hundebesitzer zukünftig 60 Euro für den ersten Hund zahlen.mehr
- Zu einer Nötigung im Straßenverkehr kam es am vergangenen Samstagmorgen gegen 5.50 Uhr auf der B 210 in Höhe des Freibads Heidmühle. Ein junger Opel-Fahrer, der in Richtung Jever fuhr, wurde von einem Mercedes mit überhöhter Geschwindigkeit überholt.mehr


