Schortens macht Platz für Bauwillige
Bauplätze Neues Bauland in den Brauerwiesen – Neuer Anlauf für „Am Diekenkamp“ ungewiss
Platz für neue Nachbarn: In den Brauerwiesen sollen auf der Fläche zwischen der Tennishalle und dem Campingplatz etwa 25 Grundstücke erschlossen werden. BILD: Oliver Braun 
von Oliver Braun
Schortens - Die SPD in Schortens hat die Pläne für eine mögliche Erschließung des Baugebietes Am Diekenkamp (zwischen Menkestraße und Klosterweg) noch nicht aufgegeben. Nachdem das Vorhaben wegen planerischer Unstimmigkeiten im vorigen Jahr vorerst gescheitert war, will mit veränderter Ratsmehrheit nun die SPD mit ihren Gruppenpartnern von Grünen und FDP einen neuen Anlauf wagen und das Gespräch mit der Volksbank Jever als Investor wieder aufnehmen. Das kündigte Fraktionsvorsitzender Udo Borkenstein kürzlich auf der Jahreshauptversammlung seines SPD-Ortsvereins an (die NWZ berichtete).
Laut Karl-Heinz Freese, Leiter der Immobilienabteilung der Volksbank Jever, ruht das „Diekenkamp“-Projekt bis auf weiteres. Die mögliche Option sei von der Volksbank wegen des fehlenden Anerkennungsbeschlusses des Rates nicht gezogen worden. Ob, wann und wie es mit einer Bebauung der Fläche am Diekenkamp weitergeht, sei derzeit völlig offen. Freese machte allerdings deutlich, dass das Projekt stets gewollt war und Anklang fand. Sollten sich die Rahmenbedingungen ändern, wolle man an den Planungstisch zurückkehren.
Unterdessen hat die Verwaltung am Dienstag den Auftrag bekommen, die Gespräche mit den Grundeigentümern wieder aufzunehmen. Eigentümer der Flächen Diekenkamp sind die Kirche sowie private Eigner.
Das Konzept für den Diekenkamp sah eine Kombination aus seniorengerechtem Wohnen und Baulandvorsorge vor. In dem sensiblen und ökologisch anspruchsvollen Gebiet sollten in Abstimmung mit den Naturschutzbehörden 60 bis 70 Grundstücke erschlossen werden. Ein Knackpunkt war unter anderem der planerische Umgang mit dem „Bodendenkmal Wallhecken“ sowie die verkehrliche Erschließung des mitten in Schortens gelegenen Areals. Das Planungsbüro konnte keine zufriedenstellende Lösung anbieten, wie man abkürzenden Durchgangsverkehr zwischen der Menkestraße und dem Klosterweg aus dem Wohngebiet heraushält.
Vorrang in der Baulandentwicklung der Stadt haben daher jetzt die bereits weit fortgeschrittenen Pläne für die dritte und letzte Ausbaustufe des Baugebietes Brauerwiesen in Heidmühle. Die etwa zwei Hektar große Fläche liegt zwischen der Tennishalle und – in ausreichendem Abstand – dem Campingplatz beim Freibad und soll etwa 25 Grundstücke mit durchschnittlichen Größen von rund 600 Quadratmetern bieten.
Bürgermeister Gerhard Böhling erwartet für das Vorhaben „keine Riesenhürden“. Der Ratsbeschluss für den Bebauungsplan wird für den Sommer erwartet. Die Volksbank sieht daher laut Freese „gute Chancen, dort kurzfristig loslegen zu können“. Mit der Vermarktung wolle man nach den Sommerferien oder im frühen Herbst beginnen.
Der 2011 genehmigte neue Flächennutzungsplan weist zudem weitere potenzielle Baugebiete aus. Konkrete Planungen gibt es dafür zurzeit noch nicht.
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