VAREL, 14. März 2007


Nein zum „neuen Modell“

AIRBUS  IG Metall Küste und Gesamtbetriebsrat verfassen „Vareler Erklärung“


Varel - Die Sorge um die Standorte und Arbeitsplätze ist den Arbeitnehmervertretern vorrangig. Es wird zur Kundgebung am Freitag in Hamburg aufgerufen.

Von Anke Wöbken

VAREL - Die IG Metall Küste und der Gesamtbetriebsrat von Airbus haben eine harte Auseinandersetzung um die Zukunft von Airbus angekündigt. In einer „Vareler Erklärung“, mit der die Gewerkschafter gestern an die Öffentlichkeit gingen, sprechen sie sich „für ein zukunftsweisendes Industrieprojekt für den Luftfahrtsektor und gegen Werksverkäufe, strategische Partnerschaften, Stellenabbau und der alleinigen Logik der Kostenreduzierung“ aus.

„Power8 gefährdet die Zukunftsfähigkeit von Airbus in Europa und vernichtet tausende Arbeitsplätze“, sagte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste, gestern in Varel. Rüdiger Lütjen, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Airbus, erklärte: „Airbus braucht die Standorte. Sie zu verkaufen wäre betriebspolitischer Unsinn und stellt tausende Familien und Regionen vor weitreichende Zukunftsprobleme.“

So heißt es in der Erklärung von IG Metall Küste und GBR-Airbus unter anderem, dass gemeinsam eigene Konzepte zur Sicherung der nationalen und der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie entwickeln werden. „Wir sagen nein zu dem von EADS Management entwickelten „neuen Modell Airbus“, das nach dem Vorbild Boeing nur noch Spezifikation, die Integration und Endmontage darstellt. Es besteht die große Gefahr, dass Airbus die Systemfähigkeit und somit die Systemkompetenz verliert. Diesen Weg halten wir für sehr gefährlich!“

Vorrangig ist den Gewerkschaftern die Sorge um die Standorte und Arbeitsplätze. Dies gelte sowohl für die sieben deutschen Standorte als auch für die Arbeitsplätze und Standorte in Frankreich, Großbritannien und Spanien.

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„Die Beschäftigten, die Betriebsräte und die IG Metall streiten weiter gemeinsam mit hervorragender Unterstützung der Landesregierungen aus Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bremen und Hamburg für den Erhalt der bisher so erfolgreichen Unternehmensstruktur und damit für den Erhalt der Standorte Varel, Laupheim, Buxtehude und Nordenham im Airbus-Verbund“, heißt es.

Blankau und Lütjen forderten zur Beteiligung am europäischen Aktionstag am Freitag, 16. März, in Hamburg auf. „Wir alle müssen gemeinsam ein Zeichen setzen. Wir streiten für unsere Zukunft.“




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